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Von Opernhit zu Opernhit

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Das Altenburger Jubiläums-Musikfestival nimmt Fahrt auf. Kamen am Donnerstagabend zur Auftakt-Jazzveranstaltung so viele Besucher wie bisher noch nie am ersten Tag, war der Agnesgarten am Freitagabend so gut wie voll besetzt.

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Die Nacht der italienischen Oper - unter anderem mit Solistin Laura Scherwitzl.

Quelle: Mario Jahn

Über 400 Opernfreunde füllten das Areal und erlebten zur italienischen Nacht eine reine Operngala wie in den letzten 15 Jahren nicht mehr.

 

Als Premiere kann bezeichnet werden, dass sich das Festival von seinem eher regionalen Charakter löste und nun auch Besucher von weiter her erreichte. Zwei Reiseveranstalter, einer aus Paderborn, hatten das Altenburger Musikereignis als Ziel für Reisegruppen erwählt. Diese waren von diesem Abend genau so begeistert wie die Einheimischen.

 

Die Veranstalter hatten Speise und Trank voll auf italienisch ausgerichtet und die Thüringer Rostbratwurst ins kulinarische Abseits gedrängt. Der untere Schlosshof war farbig ausgeleuchtet und eine Videoschleife warf entsprechend der Musik die Porträts der Komponisten und italienische Bilder an die Wand des Prinzenpalais. Das ergab noch nicht voll und ganz die Atmosphäre wie in der Arena von Verona, aber gemeinsam mit der Musik ein Gefühl, das dem Motto einer italienischen Opernnacht entsprach. Dem konnte auch das Donnergrollen eines vorbeiziehenden Gewitters nichts anhaben.

 

Die Gestalter dieses durchaus außergewöhnlichen Musikereignisses waren das Große Residenzorchester Weimar unter Leitung des spanischen Dirigenten Joan Pages und die Sängerinnen und Sänger Katarina Friedland (Sopran) vom Theater Cottbus, Laura Schierwitzl (Sopran), eine freischaffende Künstlerin, Frederik Tucker (Bariton) von der Musikhochschule Leipzig und Alexander Voigt (Tenor) vom Altenburg-Geraer Theater. Letzterer fungierte auch als gewandter Moderator der Veranstaltung.

 

Das Programm hatte durchaus seine Logik im Aufbau. Nachdem das Orchester seinen Einstand mit der Nabucco- Ouvertüre gegeben und dem Publikum die Möglichkeit verschafft hatte, sich mit der bekannten Musik zu identifizieren, widmeten sich die Sänger im ersten Teil schwerpunktmäßig und sehr ausführlich Puccinis La Bohème. Das war wie ihr Warm up für die nachfolgenden Opernhits. Zwei gab es schon hier: Jagos Rachearie aus Verdis Othello mit einer erfreulichen Interpretation durch den jungen Frederik Tucker und die Hit-Arie der Gilda "Teurer Name..." aus Verdis Rigoletto, glänzend gesungen von Katarina Fridland. Da war das Publikum schon in Gala-Stimmung und verabschiedete die Künstler mit Jubel und Bravos in die Pause.

 

Nach dieser ging es von Hit zu Hit, die Sängerinnen und Sänger wurden immer souveräner, und das Publikum folgerichtig immer begeisterter und begleiteten mit ihrem Chorkonzert sehr oft die Solisten. So auch Alexander Voigt bei seinem "Oh, sole mio", wonach es wie aus dem Häuschen war, und der Kusswalzer von Luigi Arditi, koloratursicher gesungen von Laura Scherwitzl, war vielen auch nicht unbekannt.

 

Die Gala ging weiter mit dem Barbier von Sevilla von Rossini. Das stilsicher spielende Orchester interpretierte glanzvoll die raffiniert komponierte Ouvertüre unter dem stets intensiven Dirigat von Joan Pages, Katarina Fridland lief zur Hochform auf bei der Kavatine der Rosina und Alexander Voigt und Laura Scherwitzl in einem Duett, wobei der Tenor eine Stimmlage tiefer sang. Auch das kann er. Um dies auszugleichen, schwang er sich gleich danach in der Arie des Herzogs "Ach, wie so trügerisch..." in höchste Höhen, was ein klein wenig misslang. Warum muss er auch den Pavarotti spielen wollen! Er hat doch alle Tenorarien erfreulich gut und sicher gemeistert. Und das Publikum begleitete ihn dabei mit seinem Gesang.

 

Katarina Fridland beendete mit der Arie der Norina aus Donizettis Don Pasquale den umjubelten Koloraturreigen, bevor es zu dem eigentlich obligatorischen Trinklied aus La Traviata kam, das wegen der Begeisterung des Publikums und der Spendierfreudigkeit der Festivalverantwortlichen mit einer Dose italienischen Proseccos an jeden Besucher zweimal wiederholt werden musste. Das Publikum dröhnte und wechselte zwischen Sitzen und Standing Ovations. Die Begeisterung war schier grenzenlos.

Manfred Hainich

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