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Altenburg Von Platz auf 400 auf 348: Altenburger Land holt im Focus-Vergleich auf
Region Altenburg Von Platz auf 400 auf 348: Altenburger Land holt im Focus-Vergleich auf
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13:14 21.02.2018
Das neue Focus-Ranking. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Was das diesjährige Ranking der Regionen des Nachrichtenmagazins Focus betrifft, gibt es von der Farbe besonders viel im Süden der Republik. Rot im Ranking weist auf schlechte Werte hin, meist im Osten. Mit einem solchen, nicht ganz so dunklen Ton bleibt nach wie vor das Altenburger Land markiert. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der Landkreis hat sich in der Platzierung verbessert. Lag er beim letzten Focus-Ranking der Wirtschafts-und Lebensumstände aus dem Jahr 2015 noch auf Platz 400, steht er nun auf Rang 348.

Beste Platzierung bei Lebensqualität

Der Focus ließ vom Kölner Forscher Wolfgang Steinle fünf Kategorien untersuchen. Im Bereich Lebensqualität erreichte das Altenburger Land mit Rang 205 seine beste Platzierung. Untersucht wurden dabei die Anzahl erfasster Fälle von Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüche je 100 000 Einwohner im Jahr 2016, das Arbeitskräftepotenzial der Zehn- bis unter 25-Jährigen Ende 2015, die gleiche Entlohnung für Frauen und Männer, der Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter ab 65 Jahre, die Anzahl der Krankheitstage bei Betriebskrankenkassen 2015, kommunale Steuereinnahmen je Einwohner 2014/15 sowie die Stickstoffminderung im Sickerwasser.

Einen vergleichsweise fast ebenso guten Rang 228 erreichte der Landkreis in der Kategorie Wachstum und Jobs. Gemessen wurden hier die Entwicklung und der Stand des Bruttoinlandsprodukts je Einwohner und die Arbeitslosenquote. Bei diesem Ranking lässt das Altenburger Land in Thüringen die Stadt Gera sowie den Kyffhäuserkreis, Nordhausen, Sonneberg und den Unstrut-Hainich-Kreis hinter sich. Und übrigens auch Leipzig (Platz 365). Der Wartburgkreis erreicht mit Platz 24 die beste Platzierung im Freistaat bei Wachstum und Jobs.

Vorletzter Platz bei Einkommen und Attraktivität

Finster für das Altenburger Land wird es dagegen bei Einkommen und Attraktivität, wo nur Rang 400 erreicht wurde – der vorletzte Platz. Schlechter in der Bundesrepublik ist hier nur der Kreis Elbe-Elster in Brandenburg. Gemessen wurde die Höhe der Arbeitsentgelte, das Haushaltseinkommen sowie die Teilhabe aller am wirtschaftlichen Erfolg. Außerdem der Wanderungssaldo aus Zu- und Wegzügen aus und in die Region. Mit dem Rang 400 schneidet der Landkreis noch schlechter als der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt ab, der die Rote Laterne im gesamten deutschlandweiten Ranking trägt.

Landrätin überrascht Verbesserung nicht

Die Verbesserung hat auch Michaele Sojka (Linke) erfreut. „Na endlich“, postete die Landrätin auf Facebook. „Wir haben ja auch hart daran gearbeitet, um das Image zu verbessern und positiv sichtbar zu sein.“ Bei ihrer Rede vor Feuerwehr-Führungskräften bezeichnete Sojka den Platz 348 „als nicht wirklich überraschend, sondern es bestätigt unsere Einschätzung und Wahrnehmung.“ Insbesondere hob sie das schlechter platzierte Gera hervor, das mit Platz 382 weit hinter dem Landkreis rangiere.

Für CDU-Kreischef Uwe Melzer zeigt das Ranking, „dass wir weiter an der Beseitigung der Strukturdefizite unserer Region arbeiten müssen. Nicht umsonst sind wir neben der Region Kyffhäuser im Landesentwicklungsprogramm 2025 als Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben ausgewiesen.“ Das Altenburger Land habe bei allen Fortschritten weiter besonderen wirtschaftlichen Handlungs- und demografisch bedingten Anpassungsbedarf, sagte Melzer der OVZ: „Wir müssen unsere zentrale Lage noch besser ausnutzen, der Bevölkerung noch intensiver die beruflichen Möglichkeiten der nahe bringen.“

Von Jens Rosenkranz

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