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Vor zehn Jahren kam die Jahrhundertflut

Vor zehn Jahren kam die Jahrhundertflut

In acht Tagen ist das Jahrhundertereignis Jahrhundertflut auf den Tag genau zehn Jahre her. 80 Liter Regen pro Quadratmeter hatten die Wetterfrösche prophezeit, aber stellenweise kam es noch schlimmer.

Altenburg.

 

Altenburg. In acht Tagen ist das Jahrhundertereignis Jahrhundertflut auf den Tag genau zehn Jahre her. Nicht nur im Nachbarland Sachsen, auch im Altenburger Land hieß es am 12. und 13. August 2002 entlang der Pleiße und mancher Neben-Bäche: Land unter!

80 Liter Regen pro Quadratmeter hatten die Wetterfrösche prophezeit, aber stellenweise kam es noch schlimmer. Die Pleiße erreichte in wenigen Stunden den Rekordpegel von 3,69 Metern, auch Gerstenbach und Sprotte sorgten vielerorts für Überflutungen. Wiesen und Felder, Häuser und Straßen versanken in den trüben Fluten.

Dem Pleiße-Lauf folgend, traf es Gößnitz zuerst: Bahnlinie gesperrt, 150 Leute aus den Neubauten in der Cellariusstraße auf Zeit obdachlos, zig nagelneue Automobile bis unters Dach voll Wasser. In den Altenburger Stadtteilen Paditz und Knau liefen Keller voll. Die Pleißenaue - die der Verwaltungsgemeinschaft im nordöstlichen Teil des Kreises ihren hübschen Namen gab - zeigte sich gar nicht mehr lieblich. Zwischen Windischleuba und Serbitz mussten Kindergärten und Schulen ebenso geschlossen werden, wie die Jugendherberge im Schloss. Krisen-stäbe tagten, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk standen im Dauereinsatz - und Tausende halfen ohne lange zu überlegen ihren Nachbarn, Freunden und Kollegen.

Das Thüringer Umweltministerium rief fürs Altenburger Land Hochwasseralarm aus, der Rest des Freistaats kam, anders als das Nachbarland Sachsen, relativ ungeschoren davon. Dennoch listet ein Jahr später die vorläufige Abschlussbilanz Schäden im Wert von rund 70 Millionen Euro auf - an privaten und öffentlichen Gebäuden, Straßen, Brücken, Schienen und auch an den Wasserläufen selbst.

In einer Beitrags-Serie wird die Osterländer Volkszeitung in den kommenden Wochen an diese Naturkatastrophe erinnern: Unsere Reporter schauen sich an den Schauplätzen von damals um, sprechen mit Zeitzeugen, ziehen Bilanz der inzwischen realisierten Hochwasserschutz-Projekte, fragen nach Lehren für die Zukunft.

Auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, können an der OVZ-Flut-Serie mitwirken. Schreiben Sie uns Ihre Erinnerungen an die dramatischen Stunden, Ihre Gedanken von damals und heute. Schicken Sie uns Ihre Fotos. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen!

Ihre Texte und Fotos schicken Sie bitte per Post an die Osterländer Volkszeitung, Kornmarkt 1, 04600 Altenburg, oder per E-Mail an altenburg.redaktion@lvz.de

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