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Altenburg Vorfreude auf Roster und Bier - ein Engländer bewirbt sich als Chefdirigent am Altenburg-Geraer Theater
Region Altenburg Vorfreude auf Roster und Bier - ein Engländer bewirbt sich als Chefdirigent am Altenburg-Geraer Theater
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21:38 08.02.2012
Ist gespannt aufs Altenburger Publikum - Hilary Griffiths. Quelle: Jörg Lange

OVZ: Mit welchen Erwartungen kommen Sie nach Ostthüringen?

Hilary Griffiths: Mit großen. Den Landstrich kenne ich bis jetzt nur von der Durchreise, denn ich habe gute Freunde in Erfurt und Leipzig und bin als Dirigent und als Pianist in Dresden aufgetreten. Deshalb bin ich sehr gespannt, die Städte, die Menschen und die Landschaft kennenzulernen. Vor allem aber bin ich gespannt, das Orchester und das Publikum in Gera und Altenburg zu treffen. Ich hoffe auf außergewöhnliche Konzerte und würde mich sehr freuen, wenn wir eine gemeinsame künstlerische Zukunft erarbeiten könnten.

Auf dem Programm steht ein Werk des Altenburger Komponisten Günther Witschurke. War das eine Neuentdeckung für Sie?

Ja, und ich bin sehr dankbar, die Gelegenheit bekommen zu haben, diese Musik kennenzulernen.

Außerdem erklingen Rachmaninow, Respighi und Mussorgski. Was verbinden Sie mit diesen Stücken?

"Bilder einer Ausstellung' von Mussorgski ist natürlich ein sehr bekanntes Stück, virtuos für das Orchester und voller Farben und Bilder für das Publikum. Obwohl sie ebenfalls mit Gemälden zu tun haben, erscheinen die beiden anderen Werke nicht so oft auf dem Spielplan. Konkret gibt es von Respighi eine leichte und luftige Interpretation dreier Bilder von Botticelli, und von Rachmaninow eine schwere, mystische Tondichtung inspiriert vom Bild "Die Toteninsel" von Arnold Böcklin. Im Laufe des Programms wird das Publikum eine Steigerung erleben, von anfangs fast kammermusikalischer Orchestrierung eines Respighi bis zu den gewaltigen Ausbrüchen eines Mussorgski.

Bleibt neben den drei Konzerten Zeit, die Region kennenzulernen?

Auf jeden Fall. Ich freue mich, die vielen historischen Orte Ostthüringens zu erkunden, und nicht zuletzt Thüringer Schwarzbier und Rostbratwurst in ihrer Heimat zu genießen.

Sie sind Engländer, leben zurzeit in Köln, haben sich als Operndirigent in der ganzen Welt einen Namen gemacht. Wo fühlen Sie sich zu Hause?

Das ist leicht zu sagen: wo ich gerade musiziere. Das Schönste in unserem Beruf ist, dass wir, egal wohin in die Welt wir gehen, immer mit anderen Musikern und mit dem Publikum kommunizieren können. Ich glaube, dass diese Fähigkeit, Leute zusammenzubringen, Musik zu einer der wichtigsten Komponenten der Gesellschaft macht.

Interview: Tatjana Böhme-Mehner

Hilary Griffiths wurde in England geboren. Er studierte Mathematik und Musik. Sein erstes Engagement führte ihn als Kapellmeister nach Köln, wo er über 300 Opernaufführungen dirigierte und als Direktor des Opernstudios fungierte. Anschließend wurde er Musikdirektor am Theater Oberhausen, danach Generalmusikdirektor der Stadt Regensburg. Er war Chefdirigent an der Staatsoper Prag sowie von 1991 bis 2006 Musikdirektor der Eutiner Festspiele. Seit August 2009 und noch bis zum Ende der laufenden Spielzeit ist der 62-Jährige Chefdirigent und musikalischer Oberleiter der Wuppertaler Bühnen.

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