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Vorfreude auf die Fete: Wieratalschule wird 50

Vorfreude auf die Fete: Wieratalschule wird 50

Denn bereits 1743 soll es nach alten Chroniken im größten Dorf des Wieratals eine Schule gegeben haben. Rund 90 Jahre später erfolgte der Bau eines zweiten Schulhauses als Knabenschule.

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Hallo, wir freuen uns auf die Schulfete, scheinen die Schüler zu winken. Seit Beginn des neuen Schuljahres bereiten Schüler und Lehrer die Festwoche und den Tag der offenen Tür zum 50-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung in Langenleuba-Niederhain vor.

Quelle: Mario Jahn

1858 sind beide Schulen zusammengeführt worden. Der Bau der sogenannten "neuen Schule" begann dann 1892. Sie hatte ihren Platz im Oberdorf und verfügte über zwei Klassenzimmer für sechs Klassenstufen. Aus der Schulchronik geht weiter hervor, dass um 1906 im Halben Schloss von Niederhain ebenfalls unterrichtet wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Klassenräume überfüllt. So lernten zum Beispiel 1950 bis zu 60 Kinder in einer Klasse. Aus der Not heraus baute man weitere Räume im Schloss zu Klassenzimmern um.

"Bis 1965 ist in Langenleuba-Niederhain in drei verschiedenen Gebäuden unterrichtet worden. Die lagen weit voneinander entfernt", erinnert sich Bürgermeister Jürgen Schneider, der selbst im Schloss die Schulbank drückte.

Mit der Errichtung des damals neuen und modernen Schulhauses in der Gartenstraße verbesserten sich die Lernbedingungen deutlich. Die alten Schulgebäude wurden geschlossen. Der Neubau, der rund eine Millionen Mark gekostet hatte, verfügte über ein Physik- und Chemiekabinett, eine Turnhalle und zehn Klassenzimmer. Die Baubaracke wurde zu Schulküche und Speisesaal. Genaue Angaben über Schüler- und Lehrerzahlen gibt es nicht. Bekannt ist jedoch, dass zu dieser Zeit bereits Kinder aus Lohma, Frohnsdorf, Göpfersdorf und Flemmingen ab der 5. Klasse in Niederhain lernten.

1982 musste angesichts geburtenstarker Jahrgänge ein Anbau am Schulgebäude errichtet werden. So entstanden in der Gartenstraße neue Werkräume und zusätzliche Klassenzimmer. Unterrichtet hat man zu dieser Zeit 376 Kinder.

Nach der politischen Wende erfolgte 1992 die Trennung in Grund- und Regelschule. Ab 1995 besuchten auch die Ziegelheimer Kinder die Bildungseinrichtung. Heute zählt die Grundschule 108 Schüler in sechs Klassen, die von sechs Lehrern und Schulleiterin Claudia Detering unterrichtet werden. "In der Regelschule bringen derzeit 15 Lehrer 156 Kindern in neun Klassen das Wissen bei", so Schulleiterin Petra Kretschmar. Ein Teil von denen kommt inzwischen auch aus Nobitz und Ehrenhain.

Im Sommer 2005, als ein neuer Schulhort für die Grundschule in Betrieb ging, lehnte das Schulverwaltungsamt eine weitere Beteiligung an den Kosten für die einstige Speisebaracke ab. Den drohenden Abriss konnten Schulleitung und Schulförderverein, den es seit 2004 gibt, verhindern. Dafür holten sie sich viele Verbündete ins Boot. Zu denen gehörte auch die Gemeinde, die sich am Umbau beteiligte und dafür Fördermittel beantragte. Seit 2007 hat der Schulklub dort sein Domizil.

Den Namen Wieratalschule trägt die Bildungseinrichtung seit 2005. Zur Namenssuche war anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens aufgerufen worden. Beteiligt hatten sich damals rund 200 Leute, etwa die Hälfte favorisierte die jetzige Bezeichnung.

Zum 50. Geburtstag hatten sich Schüler und Lehrer gewünscht, dass die neue Schulsporthalle, deren Bau in diesem Jahr startete, fertig ist. Sie wird aber erst im nächsten Frühjahr in Betrieb gehen. Auf diesen Neubau hat die Schule ganze zehn Jahre warten müssen. Der Sportunterricht für die Schüler ab der 6. Klasse muss seit 2002 in der Wieratalhalle in Ziegelheim über die Bühne gehen. "Im Bau der neuen Halle sehen wir ein Bekenntnis des Landkreises zu unserer Wieratalschule", so Schulleiterin Kretschmar.

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 12.09.2015

Marlies Neumann

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