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Wagner-Flyer – Intendant: Inhalt des Prospekts nicht abgestimmt

Vorwurf zurückgewiesen Wagner-Flyer – Intendant: Inhalt des Prospekts nicht abgestimmt

Die Diskussion um den Wagner-Flyer, mit dem Altenburg und Theater & Philharmonie Thüringen (TPT) werben, hat eine neue Dimension erreicht. Auf Nachfrage räumte TPT-Generalintendant Kay Kuntze ein, dass niemand in seinem Hause den Inhalt des Prospekts vorab kannte und wehrt sich damit gegen Vorwürfe, man würde unkommentiert mit der Nazi-Verwandtschaft des Komponisten werben.

Werbeträger mit umstrittener Verwandtschaft: Komponist Richard Wagner.

Quelle: André Kempner

Altenburg. „Das Theater in die rechte Ecke zu rücken, weil in einem, übrigens weder vom Theater herausgegebenen noch mit dem Theater inhaltlich abgestimmten Flyer, darauf hingewiesen wird, dass Wieland Wagner in Altenburg inszeniert hat, ist natürlich völliger Unsinn“, erklärte Kuntze. Für alles Weitere verwies er an den Herausgeber, das Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland. So wollte er sich nicht dazu äußern, ob es das Theater nötig hat, sich mit Hitlers Busenfreundin Wini-fred Wagner, mit der nationalsozialistischen Reichsregierung und der von ihr finanzierten Ring-Inszenierung zu schmücken. Offen blieb zudem, warum das Theater im Flyer als Förderer desselben auftaucht.

Abgesehen davon ließ Kuntze unkommentiert, dass das Theater mit seiner Rede von einer „unglücklichen Formulierung“ in Widerspruch zu Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) steht. Das Stadtoberhaupt, das auch Aufsichtsratschef des Theaters ist, sieht den unkommentierten Bezug zu Nazi-Verwandten Richard Wagners als Fehler und plädiert für eine Korrektur (die OVZ berichtete). Auch Landrätin und Theater-Aufsichtsrätin Michaele Sojka (Linke) sprach sich für mehr Offenheit aus: „Generell bin ich immer dafür, nichts zu verschweigen, sondern differenziert mit dem Blick zurück zu seiner Vergangenheit zu stehen und auch daraus zu lernen.“

Darüber hinaus fordert Frieder Krause, Vorstand des Altenburger Theatervereins und mitverantwortlich für den Flyer, von der Osterländer Volkszeitung über eine Entschuldigung ihre Berichterstattung nachzudenken. Er sieht „übereifrigen Journalismus“, „die dunkle Seite des Wagners“ überrepräsentiert und das Theater-Engagement „gegen rechtes Gedankengut in Misskredit“ gebracht.

Von Thomas Haegeler

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