Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Wagner-Flyer – Intendant: Inhalt des Prospekts nicht abgestimmt

Vorwurf zurückgewiesen Wagner-Flyer – Intendant: Inhalt des Prospekts nicht abgestimmt

Die Diskussion um den Wagner-Flyer, mit dem Altenburg und Theater & Philharmonie Thüringen (TPT) werben, hat eine neue Dimension erreicht. Auf Nachfrage räumte TPT-Generalintendant Kay Kuntze ein, dass niemand in seinem Hause den Inhalt des Prospekts vorab kannte und wehrt sich damit gegen Vorwürfe, man würde unkommentiert mit der Nazi-Verwandtschaft des Komponisten werben.

Werbeträger mit umstrittener Verwandtschaft: Komponist Richard Wagner.

Quelle: André Kempner

Altenburg. „Das Theater in die rechte Ecke zu rücken, weil in einem, übrigens weder vom Theater herausgegebenen noch mit dem Theater inhaltlich abgestimmten Flyer, darauf hingewiesen wird, dass Wieland Wagner in Altenburg inszeniert hat, ist natürlich völliger Unsinn“, erklärte Kuntze. Für alles Weitere verwies er an den Herausgeber, das Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland. So wollte er sich nicht dazu äußern, ob es das Theater nötig hat, sich mit Hitlers Busenfreundin Wini-fred Wagner, mit der nationalsozialistischen Reichsregierung und der von ihr finanzierten Ring-Inszenierung zu schmücken. Offen blieb zudem, warum das Theater im Flyer als Förderer desselben auftaucht.

Abgesehen davon ließ Kuntze unkommentiert, dass das Theater mit seiner Rede von einer „unglücklichen Formulierung“ in Widerspruch zu Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) steht. Das Stadtoberhaupt, das auch Aufsichtsratschef des Theaters ist, sieht den unkommentierten Bezug zu Nazi-Verwandten Richard Wagners als Fehler und plädiert für eine Korrektur (die OVZ berichtete). Auch Landrätin und Theater-Aufsichtsrätin Michaele Sojka (Linke) sprach sich für mehr Offenheit aus: „Generell bin ich immer dafür, nichts zu verschweigen, sondern differenziert mit dem Blick zurück zu seiner Vergangenheit zu stehen und auch daraus zu lernen.“

Darüber hinaus fordert Frieder Krause, Vorstand des Altenburger Theatervereins und mitverantwortlich für den Flyer, von der Osterländer Volkszeitung über eine Entschuldigung ihre Berichterstattung nachzudenken. Er sieht „übereifrigen Journalismus“, „die dunkle Seite des Wagners“ überrepräsentiert und das Theater-Engagement „gegen rechtes Gedankengut in Misskredit“ gebracht.

Von Thomas Haegeler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Altenburg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. Hier das Ergebnis! mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lädt am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos in unserem Special. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr