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Warum nicht gleich so?

Warum nicht gleich so?

Die Stadtratsfraktion Pro Altenburg hat mit großer Freude und Erleichterung die Ankündigung des Oberbürgermeisters aufgenommen, für die Kita Ehrenberg ein Modell für den Weiterbetrieb gefunden zu haben (OVZ berichtete).

Doch für die Bürgerbewegten mischt sich in diese Freude ein Wermutstropfen. Denn noch auf der jüngsten Stadtratssitzung Ende Januar habe der Oberbürgermeister auf eine entsprechende Anfrage von Fraktionschef Peter Müller erklärt, dass für einen Weiterbetrieb des Kindergartens das Geld fehle. Es sei also sehr wahrscheinlich, dass die bevorstehenden Wahlen ein Umdenken und die Kehrtwende des Oberbürgermeisters bewogen haben und nicht das Wohl und die Interessen der Bürger und Kinder, heißt es in einer Pressemitteilung von Pro Altenburg.

 

Die Rettung der Kita sei einzig und allein das Ergebnis aller, die für den Erhalt gekämpft haben. Allen voran die Mütter und Väter der betroffenen Kinder, über engagierte Bürger bis hin zu einigen Stadträten, die politischen Druck erzeugt haben. Dazu gehöre insbesondere Pro Altenburg. "Unsere Fraktion hat sich vom ersten Tag der Bekanntgabe der Schließung klar für die Weiterbetreibung positioniert und immer wieder dafür eingesetzt. Hierbei wurde harte Arbeit geleistet, sei es vor Ort, in den städtischen Ausschüssen bis hin zur Einreichung eines Antrages, die finanziellen Mittel für den Weiterbetreib in den städtischen Haushalt für 2014 einzustellen", so Peter Müller.

 

Auch für die Stadtratsfraktion der Linken, die die Nachricht zur Rettung des Kindergartens Ehrenberg gleichfalls mit Erleichterung und Freude aufgenommen hat, stellen sich Fragen: Warum nicht gleich so? Warum mussten erst Eltern und Erzieher verunsichert werden? "Die Erkenntnis, dass Kindereinrichtungen auch in den ländlichen Raum der Stadt Altenburg gehören, ist doch so neu nicht. Schmerzlich haben wir noch die Schließung des Kindergartens Kosma im Jahr 2004 in Erinnerung. Dabei wäre auch hier mit einer gesunden Portion guten Willens der Erhalt möglich gewesen", heißt in einer Presseerklärung. Wünschenswert wäre auch eine stärkere Einbindung des Stadtrates gewesen. Dies sei aber offenbar nicht gewollt.

 

Sowohl Pro Altenburg und die Linke als auch die SPD haben unisono signalisiert, den höheren finanziellen Zuwendungen an das Magdalenenstift ihre Zustimmung zu geben. Die Sozialdemokraten erklären in ihrer Pressemitteilung, schon im Oktober 2013 eine tragfähige Lösung für den Kindergarten gefordert zu haben. Dem Engagement allen voran der Elternvertretung, des Ortschaftsrates und des Oberbürgermeisters sei es zu verdanken, dass nun ein Lösungsvorschlag auf dem Tisch liegt und das Magdalenenstift sich zur weiteren Betreibung der Kindertagesstätte bereit erklärte.

 

Einig sind sich alle drei Fraktionen in ihrem Dank an die Eltern, die Erzieherinnen und die Ortschaftsräte für den Kampf zum Erhalt der Kita.

 

Ellen Paul

Ellen Paul

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