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Was für ein Gackern und Gurren. Taubenmarkt in Altenburg

Was für ein Gackern und Gurren. Taubenmarkt in Altenburg

Ein wenig ehrfürchtig wirkte die kleine Miriam schon, als sie sich am Samstagvormittag langsam dem Kaninchen näherte. "Ganz weich", frohlockte die Sechsjährige, nachdem sie das Tier gestreichelt hatte.

Altenburg.

 

 

Ein wenig ehrfürchtig wirkte die kleine Miriam schon, als sie sich am Samstagvormittag langsam dem Kaninchen näherte. "Ganz weich", frohlockte die Sechsjährige, nachdem sie das Tier gestreichelt hatte. Schon etwas mutiger ging sie dann weiter zu den nächsten Käfigen, in denen Tauben gurrten und Hühner gackerten. Miriam war eines von vielen neugierigen Kindern, die mit ihren Muttis, Vatis oder Großeltern auf den Altenburger Hauptmarkt gekommen waren, um beim traditionellen Altenburger Taubenmarkt mitten in der Stadt Tiere vom Lande kennenzulernen.

 

"Wo haben Kinder denn sonst noch dazu die Gelegenheit", sagte Hans-Jürgen Groß, Cheforganisator vom ausrichtenden Kreisverband der Rassegeflügelzüchter Altenburger Land. Auch deshalb sei dieser Markt, dessen Geschichte bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht, etwas Besonderes. Mit der Resonanz war Groß sichtlich zufrieden. "Für die Leute ist der Markt noch immer eine Attraktion."

Bei den Ausstellern, die erneut aus ganz Mitteldeutschland nach Altenburg gekommen waren, ist jedoch seit Jahren ein Rückgang zu beobachten. "Um die 50 Aussteller waren diesmal dabei. Das waren zwar noch etwa ebenso viele wie 2011", meinte Groß, der sich mit seinen 56 Jahren in der Riege der jüngeren Züchter sieht. Aber genau da liege das Problem. "Wir werden immer älter, und Züchternachwuchs kommt einfach nicht nach", klagte Groß und deutete auf den Markt. Dort drängelten sich am späteren Vormittag zwar dicht an dicht die Neugierigen, aber das mit Käfigen und Volieren belegte Areal war doch recht überschaubar. "Vor Jahren hatten wir mindestens doppelt so viele Aussteller. Geht der Trend so weiter, dürfte sich der Taubenmarkt in ein paar Jahren von selber erledigt haben", befürchtete Groß.

Das sieht man auch im Kreisverband, der zurzeit noch 230 Einzelmitglieder in 15 Vereinen zählt. "Aber zwei Vereine existieren dort nur noch auf dem Papier, und es werden wohl noch mehr werden", so der Cheforganisator.

Zu den jüngeren Züchtern zählt auch der Meuselwitzer Andreas Kriesche, der mit großem Erfolg Thüringer Flügeltauben züchtet und dem Meuselwitzer Verein vorsteht. Allgemein haben Ortsschauen immer mehr Probleme, ausreichend Aussteller zu bekommen. Das ist bei den großen Ausstellungen noch anders", sagte der Kreiszuchtwart, der auch im Thüringer Landesverband als Landestaubenzuchtwart sowie Tierschutzbeauftragter fungiert. Und Kriesche weiß, wovon er redet: Denn beispielsweise bei Deutschen Meisterschaften oder sogar Europachampionaten stellte er seine Flügeltauben aus und errang damit dort schon etliche Titel. "Aber wer an solchen großen Wettbewerben teilnimmt, dem fehlt dann einfach die Zeit für die Ortsschauen. Und man kann ja die Tiere nicht jedes Wochenende ausstellen, sie brauchen auch mal ihre Ruhe", erklärte der Experte.

Seine Beteiligung am Altenburger Taubenmarkt versteht Kriesche auch als moralische Verpflichtung. "Der ist ja so etwas wie unser Aushängeschild." Deshalb ist nicht nur er froh darüber, dass es den Markt trotz der hohen Auflagen des Kreisveterinäramtes und der Tierschützer noch gibt. "Alle haben sich an einen Tisch gesetzt und für den Markt Kompromisse gefunden", sagte er mit Blick auf das Jahr 2009, als die Veranstaltung wegen angeblich überzogener Auflagen kurzfristig von den Züchtern abgesagt worden war.

Übrigens: Auch die Altenburger Tierschützerin Andrea Rücker war ebenso wie Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes am Sonnabend auf dem Markt mit wachsamem Blick unterwegs. "Alles im grünen Bereich. Zwar gab es ein paar Kleinigkeiten zu kritisieren. Aber das wurde umgehend beseitigt", betonte Andrea Rücker.

 

 

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