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Altenburg Was passiert mit dem alten Meuselwitzer Konsum?
Region Altenburg Was passiert mit dem alten Meuselwitzer Konsum?
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00:18 06.03.2017
Die ehemalige Konsumfiliale in der Meuselwitzer Rudolf-Breitscheid-Straße bietet seit Jahren ein trauriges Bild.
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Meuselwitz

Ein Dorn im Auge ist OVZ-Leserin Gisela Pfennig aus Meuselwitz die ehemalige Konsum-Filiale an der Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße/Lessingstraße. Die seit Jahren verlassene Liegenschaft sei ein massiver Schandfleck im Stadtbild, ärgert sich die 60-Jährige. Da zudem inzwischen auch der Fußweg mit Unkraut überwuchert werde, müsse die Stadt endlich einschreiten und den Eigentümer zur Ordnung mahnen, findet sie.

Prinzipiell sei natürlich der Eigentümer für die Pflege der Liegenschaft verantwortlich, teilt die Stadtverwaltung auf OVZ-Anfrage mit. Komme dieser seinen Pflichten nicht nach oder gehe von seinem Eigentum gar eine Gefährdung für die allgemeine Ordnung oder Sicherheit aus, würden ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet – angefangen bei der Pflichtenmahnung bis hin zur Ersatzvornahme. Derzeit werde die Anliegerpflicht dankenswerterweise durch engagierte Nachbarn erfüllt.

Und auch die Stadtverwaltung sei vor Ort bereits tätig gewesen. An dem Objekt seien einige Sicherungsmaßnahmen erfolgt, heißt es aus dem Rathaus. So wurden etwa die Esse zurückgebaut und lose Außenteile gesichert, um zu vermeiden, dass Steine in den öffentlichen Verkehrsraum fallen. Die Maßnahmen seien dem Eigentümer in Rechnung gestellt worden.

Wie es mit dem 1901 erbauten und bis 2002 durch die Konsumgenossenschaft genutzten Gebäude weitergeht, ist jedoch weiter unklar. Nach mehreren Betreiberwechseln steht der Komplex seit 2014 leer. Zwar sei mit dem derzeitigen Besitzer bereits mehrfach Kontakt aufgenommen worden, um die weiteren Pläne oder etwaige Sanierungen zu besprechen – umgesetzt sei davon bis heute aber nichts.

Ein Ankauf durch die Stadt selbst sei zudem nur dann erlaubt, wenn die Liegenschaft für die Erfüllung von Verwaltungsaufgaben benötigt werde. Auch bestünde keine Fördermöglichkeit für einen nach dem Ankauf möglichen Abriss. Trotzdem, so wird betont, habe auch die Stadt großes Interesse daran, diesen städtebaulichen Missstand zu beseitigen und unterstütze alle Aktivitäten des Eigentümers und potenzieller Käufer, etwa mit der Prüfung möglicher Förderprogramme.

Von Bastian Fischer

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