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Altenburg Wasser der Elisabethquelle im Leinawald hat keine Lebensmittelqualität
Region Altenburg Wasser der Elisabethquelle im Leinawald hat keine Lebensmittelqualität
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18:07 03.12.2018
Die Elisabethquelle im Leinawald sprudelt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Das Wasser aus der Elisabethquelle im Leinawald sei nicht ganz so gut wie berichtet, berichtigt Kerstin Tessmer, Hygiene-Inspektorin im Fachdienst Gesundheit im Landratsamts, die Meldung, dass das sprudelnde kühle Nass dort Lebensmittelqualität habe. Zwar seien die allermeisten Werte unbedenklich bis exzellent, doch es gibt auch Ausreißer. Das hat die amtliche Prüfung des Quellwassers im Januar 2017 ergeben. Darüber hinaus verwies Tessmer darauf, dass die Beprobung nun fast zwei Jahre her ist. Die damals erfassten Werte müssen heute nicht mehr zutreffen – im Negativen wie im Positiven.

Zu den bedenklichen Werten zählen coliforme Keime. „Es gibt zwar absolut keine Anzeichen einer fäkalen Verunreinigung und es ist auch nur ein Keimwert mit fünf über dem Grenzwert von Null, doch deshalb kann nicht von Lebensmittelqualität gesprochen werden“, sagt Tessmer.

Hygiene-Inspektorin empfiehlt, Wasser vorher abzukochen

Zwar ist der Grenzwert Null für Trinkwasser sehr niedrig angesetzt und ein Wert von fünf nicht gravierend schlimm. Doch das spielt für die Hygiene-Inspektorin keine Rolle. Sie empfiehlt, das Wasser in jedem Fall abzukochen. Denn wer das Elisabethwasser täglich unbehandelt trinke, könne von den Keimen krank werden.

Ebenfalls erhöht ist die Sulfatbelastung. Sie liege bei knapp unter 500, weshalb Kinder bis sechs Jahre das Quellwasser auch nicht trinken sollten. „Sie vertragen hohe Sulfatwerte schlechter und können Bauchschmerzen bekommen, auch wenn es Heilwässer mit ähnlichen oder höheren Sulfatkonzentrationen zu kaufen gibt“, informiert Tessmer.

Dazu kommt, dass das Wasser aus der Elisabethquelle wie in der Region nicht selten korrosiv wirkt. Das heißt, es greift Metalle an, die sich dann im Wasser anreichern. „Aus diesem Grund ist es besser, das Wasser in Glas-Behältnissen zu transportieren und aufzubewahren“, so Tessmer. Und das gibt es laut Information des Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) tatsächlich. „Das sind keine Massen, aber mir sind zwei-drei Leute bekannt, die sich dort ihr Wasser holen“, berichtet er der OVZ

Von Jörg Reuter

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