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Altenburg Wechsel-Wirbel um Ehrenhainer Fußballer
Region Altenburg Wechsel-Wirbel um Ehrenhainer Fußballer
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20:54 12.07.2013

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Dem Vernehmen nach bleiben David Syhre und Christian Köhler nun aber beim Verbandsliga-Aufsteiger. Dafür meldete die Spielgemeinschaft aus Motor und Lok Altenburg einen ersten Zugang, nachdem die Verantwortlichen die Kooperation besiegelt hatten.

Laut Motors Fußball-Chef Thomas Lahr war der Wechsel von Köhler nach Altenburg nur noch Formsache. "Er meldet sich heute Abend in Ehrenhain ab und morgen bei uns an", sagte der 55-Jährige am Donnerstag gegen 19.30 Uhr auf dem Gelände des alten Waldstadions zum Trainingsauftakt. Gut 18 Stunden später hatte sich die Hoffnung auf einen adäquaten Ersatz für Leutert jedoch zerschlagen. "Er kommt nun doch nicht", erklärte Lahr angesäuert. "Das ist sehr, sehr schade, aber ich verstehe, dass er die Jungs nicht hängen lassen will."

Auch mit Syhre war Motor im Gespräch - allerdings nicht alleine. Denn nach OVZ-Informationen verhandelte der Stürmer noch mit den Kreisoberligisten Lumpzig und Rositz sowie dem Landesklassisten ZFC Meuselwitz II. Gestern hieß es dann zunächst, der 27-Jährige hätte sich für Rositz entschieden.

Das dementierte der ambitionierte Klub aber umgehend. "Meines Wissens bleibt er in Ehrenhain", sagte Abteilungsleiter Sven Jahnke auf Nachfrage. "Das finde ich auch in Ordnung. Er ist auf uns zugekommen, wir hatten aber nur Interesse, weil Lumpzig an ihm dran war und das unser direkter Konkurrent ist."

Ob die emotionale Bindung an Ehrenhain der einzige Grund war, warum sich das Duo nun offenbar doch entschied, beim Verbandsliga-Aufsteiger zu bleiben, ist nicht bekannt. Durchgesickert ist einzig, dass es am Donnerstagabend beim Trainingsauftakt hoch hergegangen ist. "13, 14 Leute waren da und es gab Gespräche", meinte Mannschaftsbetreuer Andy Zohles gestern. Mehr wolle er dazu aber nicht sagen. Abteilungsleiter Heiko Müller, Coach Frank Weidner und Co-Trainer Thomas Wunderlich waren hingegen für Stellungnahmen gestern nicht erreichbar.

Den Grund des Wechselwunschs von Syhre und Köhler pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern: Durch die finanziellen Probleme des Hauptsponsors kriselt es beim SV Ehrenhain, sitzen Jobs und Geld nicht mehr so locker. Dazu passt, dass dem Dorfklub dem Vernehmen nach die beiden Tschechen Jan Backovsky und Ales Terynek den Rücken gekehrt haben. Beide fehlten gestern beim Brauerei-Pokal in Rositz (lief bei Redaktionsschluss noch).

Trotz des verlorenen Transferpokers in Sachen Köhler und Syhre hat die neue Spielgemeinschaft von Motor und Lok ein Problem gelöst. Mit Christian Junghanns (vom SV Regis-Breitingen) steht dem Team von Spielertrainer Jens Wuttke wieder ein gelernter Torwart zur Verfügung. Denn Jens Kolditz wird nach seiner schweren Verletzung nach eigener Aussage nicht wieder spielen und seinen Ersatz René Eichelkraut wird man im Angriff brauchen.

Zwar waren am Donnerstag 19 Aktive beim Trainingsauftakt der SG, davon kam die Hälfte jedoch aus der zweiten Mannschaft, die in der Kreisliga aufläuft. "Wir müssen jetzt sehen, dass wir auf unserer Strecke weiterkommen", sagte Lahr, nachdem er am Abend zuvor die Kooperation mit Loks Abteilungsleiter Joachim Eckstein besiegelt hatte.

Beide betonen jedenfalls die Vorteile des Zusammenschlusses. "Wir konnten nicht alle Altersklassen im Nachwuchs besetzen, hatten nur Teams bis zur C-Jugend und wollten aber darüber hinaus gehen", erklärte Eckstein. "Daneben ging es uns darum, unseren Kreisliga-Männern eine Perspektive zu geben, wir wollen jetzt den Sprung in die Kreisoberliga schaffen." Für Motor hingegen sei der Unterbau, der durch die SG entstehe, wichtig gewesen, so Lahr. "Ohne Reserve geht es in der Verbandsliga langfristig nicht. Außerdem können wir es uns nicht leisten, jedes Jahr drei Spieler aus Leipzig zu verpflichten." Daher wolle man mittelfristig selbst Spieler aufbauen.

Den ersten Kontakt zwischen beiden gab es bereits beim Neujahrsturnier von Lok. Seit März saß man ernsthaft zusammen und nun besetzt man gemeinsam alle Altersklassen im Nachwuchs, läuft mit den Männern in der Verbands- und Kreisliga sowie Kreisklasse auf und nutzt neben der Skatbank-Arena und den dazugehörigen beiden Plätzen für die Jugend und die dritte Mannschaft auch noch das Plateau. "Es war von Anfang an Vertrauen da", sagte Lahr und sein 60-jähriger Lok-Kollege ergänzte: "Wir hatten diesen Gedanken schon seit Längerem, aber es gab immer Leute, mit denen wir die Zusammenarbeit nicht wollten." Dieses Hindernis sei nun ausgeräumt.

Thomas Haegeler

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