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Altenburg Weg für Radtouristen und Wasserratten
Region Altenburg Weg für Radtouristen und Wasserratten
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00:35 13.07.2015
Die letzten Arbeiten am neuen Radweg werden erledigt. Quelle: Barbara Linzer
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Entstanden ist die neue, rund 400 Meter lange Piste an der Nordseite des Sees, auf einem bereits existierenden Pfad, der gerade mal 20 Zentimeter breit war. Die rund 26 000 Euro für den neuen Rad- und Gehweg kamen aus dem Regionalbudget des Landratsamtes Altenburger Land.

Dass ein neuer Rad- und Gehweg auf der Nordseite des naturbelassenen Prößdorfer Sees mit Mitteln aus diesem Topf gebaut werden konnte, habe vor allem etwas mit dem hohen Stellenwert des Gewässers für die Naherholung der Luckaer und der Besucher aus den angrenzenden Gemeinden zu tun, sagt Luckas Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn (parteilos). "Unser See ist als Ausflugsziel im Radwandernetz des Altenburger Landes sowie des Leipziger Südraumes verankert."

Auf dem bisherigen Pfad war eine Umfahrung des Badesees nur bedingt möglich. Der vorhandene schmale Pfad verband die öffentliche Straße "Prößdorfer Weg" mehr schlecht als recht mit dem auf der westlichen Böschungskante des Sees verlaufenden Rad- und Fußweg. Auf dem Weg war bisher nur Platz für einen Pedalritter. Die neue Piste ist 1,50 Meter breit und hat eine wassergebundene Decke. Diese kann nun auch bei Nässe gefahrlos befahren werden.

Die ausgebaute Nordumfahrung des Gewässers stellt gleichzeitig ein Teilstück des Radrundwegs 7 "Auf den Spuren der Braunkohle" dar. Sie verläuft auf sächsischem Territorium, ist aber Eigentum der Stadt Lucka. "Der Ausbau des Weges stellt ein wichtiges Bindeglied zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der Region dar", ordnet Backmann-Eichhorn den Wegebau überregional ein.

Nun sei Lucka noch besser mit dem länderübergreifenden Elsterradweg und der Neuseenland-Radtour verbunden. "Im nächsten Jahr ist zur besseren Vernetzung der Wege die Ausschilderung der Route von Meuselwitz nach Lucka im Rahmen des Regionalbudgets vorgesehen", so Luckas Bürgermeisterin. Zudem plane die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag), auf dem Kippengelände um Lucka und Prößdorf den ersten öffentlichen Aussichtspunkt für Radfahrer an der Braunkohlenroute zu errichten. Ein Grund dafür sei auch die nun durchweg gute Befahrbarkeit der Rundtour.

Die Stadt Lucka hatte sich bereits in der Vergangenheit bemüht, Gelder für einen vernünftigen Radweg auf der See-Nordseite aufzutreiben. "Zuletzt passierte das 2010, als Prößdorf im Dorferneuerungsprogramm war. Doch da gab es andere Prioritäten", erinnert sich die Bürgermeisterin.

Marlies Neumann

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