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Altenburg Wegweiser am Thüringen-Radweg wackeln im Wind
Region Altenburg Wegweiser am Thüringen-Radweg wackeln im Wind
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00:39 12.03.2018
Mehrere Radwegweiser, wie hier in Selleris, liegen seit Monaten am Boden. Quelle: privat
Nobitz

Horst Meyner ist sauer. Den Selleriser ärgert ein Radwege-Hinweisschild in seinem Ort, das eigentlich neben der Schulbus-Haltestelle stand. Aber jetzt liegt es umgeworfen im Dreck. Und zwar schon seit dem 5. Oktober des vergangenen Jahres, als es vom Sturm „Xavier“ einfach umgeweht wurde. „Alle meine Bemühungen in den letzten zwei Monaten mit telefonischen und persönlichen Kontakten zu den diversen Verwaltungen in unserem Landkreis mit diesem Hinweis und der Bitte um Abhilfe wurden entgegengenommen. Aber passiert ist nicht“, ärgert sich Meyner.

Besonders erbost ihn der Fakt, wie stark erst die Werbetrommel für das Radwegenetz gerührt wurde. Selleris liegt am Thüringen-Radweg, den sogar ausländische Touristen nutzen. „Aber die Erhaltung der geschaffenen Werte geht keinen mehr was an“, ärgert er sich und wüscht sich eine schnelle Behebung dieses Missstands.

Bürgermeister Hendrik Läbe kennt das Problem nur zu gut und nennt die Sache ganz knapp „eine unendliche Geschichte“. „Aufgestellt und finanziert hat die Beschilderung der Landkreis vor geraumer Zeit“, sagt er. Allerdings hat die mit der Aufstellung beauftragte Firma offensichtlich nur mangelhafte Arbeit abgeliefert.

„Die Schilder wurde gerade einmal spatentief gesetzt und mit Beton verankert. Vorgeschrieben wäre eine mehrfach tiefere Verankerung. Das ist viel zu wenig, um bei solchen Wetterereignissen einen sicheren Stand zu gewährleisten“, so Läbe, der das Problem durchaus schon ans Landratsamt und hier speziell die zuständige Wirtschaftsförderung weitergereicht hat. „Dort kennt man das Problem auch und hat schon versucht, die ausführende Firma in die Gewährleistung zu nehmen. Allerdings sind die dafür gängigen Fristen bereits verstrichen, sodass die Firma nicht mehr zum Nachbessern belangt werden kann“, informiert Läbe weiter.

Nun tragen die jeweiligen Kommunen die Verantwortung für Aufstellung und Standsicherheit dieser Hinweisschilder, im konkreten Falle also Nobitz. „Der Bauhof ist auch schon beauftragt, muss aber noch das Ende der Frostperiode abwarten. Danach soll der Wegweiser gleich wieder aufgestellt werden.“

Selleris sei allein in Nobitz kein Einzelfall. Auf dem Gemeindeterritorium befinden sich mindestens noch vier weitere Wegweiser, die wie in Selleris nur unzureichend aufgestellt wurden. Denn jene Schilder in Münsa, Wilchwitz sowie Nobitz-Kotteritz sind ebenfalls schon windschief und jenes in Saara liegt ebenfalls völlig flach.

Von Jörg Wolf

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