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Weihnachtsessen bei den Johannitern

Weihnachten Weihnachtsessen bei den Johannitern

Gans, Ente oder Lamm und dazu Rotkohl und Klöße: Bei den Johannitern in Altenburg gibt es am zweiten Weihnachtsfeiertag ein traditionelles Festessen für Groß und Klein. Seit zehn Jahren findet es schon statt – und wird immer noch gern von den Altenburgern angenommen.

Vorbereitung für das Weihnachtsessen am 26.12. bei den Johannitern in Altenburg Nord: Selina (12) und Janek Rochner-Günther sortieren das Gemüse

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Weihnachten gemütlich und in Ruhe ausklingen lassen – das bieten die Johanniter in Altenburg mit ihrer Weihnachtstafel an. Zum bereits zehnten Mal wurde das Essen am zweiten Festtag organisiert. „Die Idee zu dem gemeinsamen Abend entstand, da es Familien und Einzelpersonen gibt, die Weihnachten allein zu Hause sind“, sagt Janek Rochner-Günther, Streetworker und Sozialarbeiter bei den Johannitern.

Es ist generell jeder zu dem Weihnachtsessen bei den Johannitern willkommen, die Einladungen werden jedes Jahr breit gestreut. In erster Linie richtet es sich aber an die Familien der Kinder, die auch an den übrigen Tagen für das kostenlose Essen in das Kinder- und Jugendhaus kommen. „Einige Gäste kommen Weihnachten aber nicht aus Bedürftigkeit, sondern weil sie einfach unter Menschen sein wollen“, so Janek Rochner-Günther. Eine Spendenbox stand zudem bereit für jeden, der etwas abgeben wollte.

Die Weihnachtstafel wurde in zwei Räumen aufgebaut. Nachmittags gab es Kaffee, Kuchen und Stollen, abends das große Festessen. Für Familien mit Kindern gab es Kinderbetreuung – ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die gerade eine Erzieherausbildung machen oder diese schon beendet haben. „Es geht uns bei der Weihnachtstafel nicht um etwas Aufregendes, sondern eher um das Besinnliche, das ruhige Ausklingenlassen des Festes“, so der Sozialarbeiter. Ein bisschen zusammensitzen und reden, das macht das Weihnachtsessen bei den Johannitern unter anderem aus.

Gerechnet wurde wieder mit etwa 50 bis 60 Personen, die am Essen teilnehmen. „Ein paar mehr wären auch noch satt geworden“, meint der Streetworker. Bleibt etwas übrig, können die Familien die Reste mit nach Hause nehmen, sofern sie dies möchten. „Was nicht mitgenommen wird, geben wir an das Obdachlosenheim“, so Janek Rochner-Grünther.

Dieses Jahr gab es Gans, Ente und Lamm, dazu Rotkohl und Klöße auf dem Weihnachtstisch. „Finanziell ist der Aufwand überschaubar und durch eine Spende zu Weihnachten konnten wir fast alle Kosten kompensieren“, erklärt der Streetworker.

Gut besucht ist die Weihnachtstafel jedes Jahr – aber die Hemmschwelle ist für viele trotzdem groß. „Darum legen wir Wert darauf, auch persönlich einzuladen und zu sagen, kommt vorbei“, erläutert Janek Rochner-Günther. In den Anfängen der Tafel waren es schon mal 80 Leute, die zum Essen kamen – mittlerweile seien es durchschnittlich 30 bis 40 Personen. „Es kann aber ein gutes wie auch schlechtes Zeichen sein, dass es weniger werden – sinkt der Bedarf, ist das ja gut“, erklärt Rochner-Günther. Würde aber die Hemmschwelle steigen und der Bedarf der Gleiche bleiben, wäre es schlecht, dass weniger Menschen zu dem Weihnachtsessen kommen.

Jedes Jahr wieder würden einige Ehrenamtliche zum Helfen erscheinen. „Es ist schön dass wir so auch etwas zurückbekommen für unsere Arbeit“, so Rochner-Günther. Sogar aus Hamburg würden immer wieder zwei junge Männer anreisen. „Sie haben ihre Jugend in Altenburg verbracht und helfen uns jedes Jahr wieder beim Kochen und Schnippeln“, erzählt der Streetworker.

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wären viele Aktionen der Johanniter, wie die Weihnachtstafel, nicht möglich. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt der Sozialarbeiter. Der jüngste ehrenamtliche Helfer ist 14 Jahre alt, nach oben hin gibt es keine Grenze.

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Von Andrea Schrader

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