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Altenburg Weihnachtsmarkt-Hopping im Altenburger Land
Region Altenburg Weihnachtsmarkt-Hopping im Altenburger Land
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04:18 04.12.2018
Trotz Regenwetters kamen zahlreiche Besucher zum Adventsfest nach Rositz in den Bernsteinhof. Als kleiner Muck verkleidet formte Karl Heymann Figuren nach Wunsch. In der Scheune wurde die traditionelle Versteigerung durchgeführt. Quelle: Mario Jahn
Windischleuba/Treben/Altenburg

Kaum brennt die erste Kerze am Adventskranz, weihnachtet es im Altenburger Land an allen Ecken. Ob Mumsdorf, Wintersdorf, Rositz, Treben oder Windischleuba – überall luden am Wochenende kleine Weihnachtsmärkte zum kollektiven Glühwein-Trinken und Stöbern am ersten Advent ein. Die OVZ beim Weihnachtsmarkt-Hopping:

Es weihnachtet sehr im Schlosshof der Jugendherberge Windischleuba. Quelle: Maike Steuer

1. Stopp: Jugendherberge, Windischleuba: Wenn das jetzt Schnee wäre... Doch zum Leidwesen der zahlreichen Besucher regnet es bloß in Strömen am Sonntagnachmittag zur besten Kaffeezeit um kurz vor drei. Entsprechend wenig Betrieb ist an den Ständen im Innenhof des historischen Wasserschlosses, denn die Meisten suchen mit dem Heißgetränk in der Hand Schutz unterm Eingangsportal. „Schade, dass es immer weniger Stände werden“, bedauert eine Besucherin. In der Tat ist die Zahl der ortsverbundenen Vereine oder Initiativen, die sich zu Rosterstand und Glühweinausgabe gesellen, sehr überschaubar. Mit dabei: Die guten Engel der Grundschule Windischleuba, in deren Schulgarten nicht nur ein Walnuss- sondern offenbar auch ein „Keksbaum“ wächst, dessen Ernte käuflich erworben werden kann. Da der Regen immer stärker wird – schnell weiter, nach Treben.

Exotin im Weihnachtsgetümmel: Diana-Lucy Strahledorf mit ihrem Japan-Stand in Treben. Quelle: Maike Steuer

2. Stopp: Alte Mälzerei, Treben: Zwischen weihnachtlicher Deko, Honig und traditionell gefertigter Volkskunst steht plötzlich sie: Diana-Lucy Strahledorf im Kimono. An den Füßen kulturentsprechend Flip Flops und die passenden „Tabi“ also japanische Wintersocken direkt mit Zehenteiler im Angebot, ist sie „der Familie wegen“ mit einem Stand in Treben vertreten. Seit anderthalb Jahren vertreibt die angehende Museologin allerlei schöne Dinge aus ihrem Lieblingsland unter ihrem eigenen Label und bietet zudem Japan-Führungen im Leipziger Grassi Museum an. Passend zur Jahreszeit hat sie selbst gemachten Haarschmuck dabei. „Das sind Pflaumenblüten. Die blühen jetzt um die Zeit und stehen in Japan zudem für das neue Jahr“, erzählt die 25-Jährige.

Die kleinen Besucher zieht es währenddessen hinaus aus dem Gewölbe und hinüber zur Gärtnerei Staacke, wo sich wie von magischer Hand beziehungsweise einem einzigen Zug an der Hexe’s Nase eine große Bergmanns-Pyramide sowie ein Miniatur-Riesenrad auf einem Jahrmarkt erleuchtet in Bewegung setzt. Fetzt!

Dass es um halb vier noch ziemlich leer ist auf dem Rittergut, hänge an Dornröschen, vermutet Familie Staacke. „Die kommen erst alle halb fünf, zum Theaterstück unterm Dach.“

Weihnachtliches Treiben herrschte am Sonntag im Paul-Gustavus-Haus Quelle: Maike Steuer

3. Stopp: Paul-Gustavus-Haus, Altenburg: Ach, hier sind die alle! Egal ob im Hinterhaus, wo „Paul’s besinnlicher Weihnachtsmarkt“ mit reichlich Kunsthandwerk, schönen Dingen und strahlendem Weihnachtsbaum aufwartet oder vorne im Café – wer nicht aufpasst, tritt jemandem ungewollt auf die Füße, so voll ist es um kurz nach 16 Uhr.

Bei Kerzenschein, Keksen und Quarkbällchen genießen vor allem Familien hier einen gemütlichen ersten Advent. Wen stört da noch der Regen da draußen?

Mehr Informationen über die Weihnachtsmärkte der Region finden Sie hier.

Von Maike Steuer

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