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Altenburg Weißrussische Kinder erleben bunte Tage im Altenburger Land
Region Altenburg Weißrussische Kinder erleben bunte Tage im Altenburger Land
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04:05 04.07.2017
Großer Jubel herrschte unter den weißrussischen Kindern beim Bowlen in der Meuselwitzer Kultzeche ZIII. Quelle: Jens Paul Taubert
Meuselwitz

Viel Gelächter hallte am vergangenen Freitag durch die Kultzeche ZIII in Meuselwitz. Zwanzig Kinder aus Weißrussland verbrachten dort einen entspannten Tag, konnten beim gemeinsamen Bowlen für ein paar Stunden den Alltag vergessen.

„Wir unterstützen solche Aktionen immer schon gerne, sind seit Anfang an mit dabei“, betonte Kultzechen-Eigentümer Carlo Flor. Gerade vor dem besonderen Hintergrund der Kinder sei ein solches Angebot wichtig. Denn jedes von ihnen hat durch die Nachwirkungen der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Deren Schweregrad entscheidet letztlich auch über die Teilnahme an dem Ferienaufenthalt. „Wir möchten hier einfach auch ein Stück Menschlichkeit geben, haben auch einige kleine Geschenke für die Kinder vorbereitet“, beschreibt Flor sein Engagement.

Die Station in Meuselwitz ist dabei eine von zahlreichen bei dem Aufenthalt der Kinder, die noch bis zum 6. Juli im Landkreis weilen werden. So ging es in den vergangenen Tagen bereits in den Leipziger Zoo, ins Schmöllner Freizeitbad „Tatami“, ins „Unterirdische Zeitz“ oder auf die Sommerrodelbahn im sachsen-anhaltischen Weißenfels. Viel Spaß und Spannung brachte darüber hinaus der Tag in Altenburg, bei dem neben einem Besuch bei Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) auch ein Stadtbummel und ein Ausflug aufs Residenzschloss auf dem Programm standen. Geplant sind für die kommenden Tage noch etwa Besuche am Trusetaler Wasserfall oder ein Einkaufsbummel im „Globus“ in Zeitz. Am kommenden Mittwoch steigt dann das große Abschlussfest bei der Altenburger Brauerei.

„Die Kinder erhalten so etwas für Kopf und Seele, der Spaß steht aber natürlich bei allen Angeboten immer im Vordergrund“, erklärt auch Gabi Kirmse, die den Besuch bereits seit 18 Jahren – elf davon im Altenburger Land – organisiert. Das sei gerade für die Kinder, deren Eltern sich solche Ferien sonst nicht leisten könnten, eine wichtige Abwechslung.

Finanziert wurde auch der diesjährige Besuch wieder rein durch Spendengelder, neben zahlreichen Einzelspendern gab etwa auch der Altenburger Rotary Club wieder 2500 Euro dazu. Insgesamt werden für Essen, Fahrkarten, Ausflüge, Betriebskosten der Unterkunft und kleine Geschenke knapp 600 Euro pro Kind fällig. Untergebracht sind die Gäste für die Dauer des Aufenthalts in den Vereinsräumen des Folkloreensembles in der Altenburger Brauerei. „Für diese Hilfe und die Unterstützung von Partnern aus der Region sind wir jedes Jahr aufs neue dankbar“, zeigte sich Kirmes am Freitag sichtlich gerührt.

Bei den Kindern selbst jedenfalls kam das Angebot erwartungsgemäß super an. „Mir hat vor alle der Besuch im Freizeitpark Belantis und im Zoo gefallen“, berichtete etwa die zwölfjährige Jana, die am Freitag zugleich ihren Geburtstag feiern konnte. Und die neunjährige Dascha schob hinterher: „Der Besuch auf dem Reiterhof war auch toll - und das viele leckere Essen ist auch super!“ Da waren dann auch die Strapazen bei der Anreise – insgesamt waren die Kinder gute 25 Stunden mit dem Bus unterwegs – und das bisschen Heimweh schnell vergessen.

Von Bastian Fischer

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