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Altenburg Weitere Probleme bei Parkplatzbau an Johannisvorstadt in Altenburg
Region Altenburg Weitere Probleme bei Parkplatzbau an Johannisvorstadt in Altenburg
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00:19 11.08.2017
Beim Bau des Parkplatzes an der Ecke Johannisvorstadt/Zeitzer Straße gibt es weitere Probleme, die zu einer weiteren Verzögerung führen. Quelle: Thomas Haegeler
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Altenburg

Das wollte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) so nicht stehen lassen. Kaum aus dem Urlaub zurück, reagierte er auf eine Beschwerde von Hans-Jürgen Lenk. Der Gründer der Altenburger Dienstleistung und Service GmbH (Aldus) hatte sich über die Planung der Baustellen im Johannisgraben und an der Ecke Johannisvorstadt/Zeitzer Straße und die verschärfte Parkplatznot beklagt (die OVZ berichtete).

„Ich bitte um Verständnis, dass das Bauen in einer mittelalterlichen Stadt, in der es viel marode Substanz gibt, beschwerlich ist und länger dauert“, sagte Wolf am Dienstag. „Zudem haben wir Berge und Täler an allen Enden und haben uns Gebäuden angenommen, die lange in Privatbesitz waren, um städtebauliche Missstände zu beseitigen.“ Konkret meint der OB: Beim Parkplatzbau an der Johannisvorstadt gibt es weitere Verwicklungen. So wurde dort das bisher unbekannte Gemäuer einer alten Klärgrube gefunden – und muss beseitigt werden. Außerdem macht das von der Städtischen Wohnungsgesellschaft gekaufte Nachbarhaus Probleme bei der Fundamenttiefe.

„Das lässt sich nicht holterdiepolter lösen“, erklärte der Rathauschef. „Wir wissen noch nicht, was wir machen, nur dass wir etwas Zeit brauchen.“ Daher habe man am Dienstag zunächst beschlossen, die Restfläche in zehn Metern Abstand zum Haus zunächst offen zu lassen. Dafür existierte laut Wolf bisher die Idee, zusätzlich zu den Autostellflächen Parkplätze für Motor- und Fahrräder zu schaffen. In der Konsequenz wird sich der Bau weiter verzögern – mindestens um einen Monat, wenn es gut läuft.

Allerdings verteidigte Wolf, dass dort nur zwei Leute arbeiten. „Die müssen sich auf der Fläche arrangieren.“ Außerdem habe die Firma wegen der Probleme zunächst kein schweres Gerät einsetzen können und umdisponieren müssen. Zudem verwies der OB darauf, dass man vom Goldenen Pflug in die Zeitzer Straße hineinfahren und dort parken könne. „Das scheint mir ein Verständigungsproblem gewesen zu sein. Es ist nicht ein Parkplatz mehr weggefallen als geplant. Auch wüsste ich nicht, wie es mehr Parkplätze gegeben hätte, wenn wir die Straße nur halbseitig gesperrt hätten. Irgendwo müssen die Autos ja langfahren.“ Zudem habe man die Baustelle abschließen müssen. „Sonst wären Fördergelder verfallen und ohne den Kauf des Hauses wäre gar nichts passiert.“

Zur Baustelle Johannisgraben, bei der Lenk bemängelt hatte, dass ein Teil bereits im Juni gesperrt worden war, obwohl die Steine dafür erst im August geliefert werden, sagte Wolf: Man habe keinen halben Monat später sperren können wegen des Risikos, dass bei archäologischen Untersuchungen oder anderen Arbeiten Unvorhergesehenes auftauche. „Aus Haftungsgründen können wir die Straße aber nicht früher freigeben.“ Zudem habe die Stadt an der Music Hall 15 städtische Parkplätze für Anwohner kostenlos zur Verfügung gestellt und die Parkzone auf die Altenbourg-Straße erweitert. „Das müsste dem Unternehmer Lenk auch klar sein.“

Von Thomas Haegeler

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