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Altenburg Weiteres Geld für Sanierung der Braunkohlereviere – Hilfe für Rositz
Region Altenburg Weiteres Geld für Sanierung der Braunkohlereviere – Hilfe für Rositz
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17:18 29.11.2016
Die Sonne spiegelt sich auf der schwarzen, stinkenden Masse in einem Teersee in Rositz. (Archivfoto)  Quelle: dpa
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Rositz/Berlin

 Mehr als 23 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in Thüringen in die Beseitigung von Altlasten aus dem Braunkohletagebau investiert werden. Ein Großteil davon werde in Sanierungsarbeiten in Rositz (Altenburger Land) fließen, informierte das Umweltministerium am Montag in Erfurt. Wegen der Flutung ehemaliger Braunkohletagebaue drückt dort verseuchtes Grundwasser in Häuser und sorgt für erheblichen Gestank. Laut einem Gutachten könnten künftig bis zu 42 Häuser betroffen sein.

Um Abhilfe zu schaffen, müssen Keller abgedichtet, verfüllt oder die Häuser ganz abgerissen werden. Auch war in der Vergangenheit im Gespräch, einen Bach zu verlegen, eine Straße anzuheben und Bodenfilter zur Reinigung des Grundwassers zu installieren. Das Umweltministerium hatte den Betroffenen zugesichert, notfalls ohne den Bund in Vorleistung zu gehen. Denn der eigentliche Sonderfonds „Ökologische Altlasten“, aus dem auch die Sanierung der Altlasten aus dem Kali-Bergbau bestritten wird, ist ausgeschöpft.

Staatssekretär Olaf Möller sprach daher am Montag von einem wichtigen Signal für die betroffenen Bürger in Ostthüringen: „Ich freue mich, dass unsere Verhandlungen nach schwierigem Beginn zu einem guten Abschluss gekommen sind.“ Von den für Thüringen vorgesehenen 23,3 Millionen Euro trägt das Land selbst 9,1 Millionen.

Insgesamt stellen Bund und Länder für die Sanierung der ostdeutschen Braunkohle-Tagebaugebiete weitere 1,23 Milliarden Euro bereit, wie das Bundesfinanz- und das Bundesumweltministerium in Berlin mitteilten. Der Bund und die Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten sich auf ein neues Abkommen für die Jahre 2018 bis 2022 geeinigt. Der Bund steuere davon 851 Millionen Euro bei. Bund und „Braunkohleländer“ haben damit nach früheren Angaben seit 1990 mehr als zehn Milliarden Euro in die Sanierung der früheren Tagebaue investiert. In den Revieren entstanden auch Seenlandschaften sowie neue Industriestandorte.

Von LVZ

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