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Altenburg Welche Motive fehlen am Paul-Gustavus-Haus in Altenburg?
Region Altenburg Welche Motive fehlen am Paul-Gustavus-Haus in Altenburg?
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04:09 13.10.2017
Das Paul-Gustavus-Haus in Altenburg. Quelle: Peter Wunderlich
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Altenburg

Die Sgraffiti am Paul-Gustavus-Haus in der Wallstraße in Altenburg werfen bei Leser Peter Wunderlich Fragen auf. „In der Zeitung war zu lesen, dass die Fassade zum Denkmaltag wieder im alten Glanz erstrahlt. Danach sieht es momentan aber nicht aus“, schrieb er. Dabei bezieht er sich auf die teilweise dunkel verputzen Flächen, wo eigentlich Sgraffiti sein könnten.

Eine Nachfrage der OVZ bei Marko Heinke, Vorstand des Fördervereins, schafft Klarheit. „Die Arbeiten an den Sgraffiti sind abgeschlossen“, sagt er. Das Fördergeld in Höhe von 12 500 Euro, welches der Verein zum größten Teil aus Fördermitteln des Thüringer Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie bekommen hat, war zur Konservierung und Bestandssicherung der Sgraffiti ausgegeben worden. „Eine grundhafte Restaurierung ist nicht geplant gewesen, beziehungsweise dafür waren die Fördermittel nicht vorgesehen“, so Heinke weiter. Das Fördergeld muss immer für das ausgegeben werden, wofür es offiziell vorgegeben ist.

Eine weitere Herausforderung ist, dass die fehlenden Sgraffiti nicht mehr erhalten sind. „Wir wissen nicht, welche Bilder hier einst dargestellt wurden.“ Deswegen sind manche Stellen mit einem schwarzen Putz versehen. „Wir sind auf der Suche nach alten Bildern oder Aufzeichnungen, die uns zeigen, welche Motive an diesen Stellen früher zu sehen waren.“ In den Archiven sei man bisher nicht fündig geworden. „Vielleicht hat ja ein Altenburger noch alte Bilder in seinem Besitz, die uns weiterhelfen“, hofft der Vorsitzende.

Denn wenn der Verein herausfinden kann, welche Motive fehlen, sollen diese auf lange Sicht natürlich wieder an der Fassade erscheinen. „Dann allerdings nicht mehr als Sgraffito.“ Bei dieser Dekorationstechnik, die zu den Stucktechniken zählt und seit der Renaissance ihre Verwendung findet, wurde mit einer Mischung aus Kratzputz und Malereien gearbeitet. „In den noch feuchten Putz wurde direkt hineingeritzt.“ Wenn sich die Motive rekonstruieren lassen, sollen diese als Malerei aufgetragen werden. „Deswegen der schwarze Putz. Er eignet sich besonders gut für die blau und gelb gestalteten Bilder.“ Die erhaltenen Bilder illustrieren den Anbau, die Verarbeitung und den Handel von Malzkaffee.

Von Tatjana Kulpa

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