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Altenburg Wellpappe in Lucka hat nun drei Geschäftsführer
Region Altenburg Wellpappe in Lucka hat nun drei Geschäftsführer
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05:09 28.04.2016
Firmenchef Uwe Eikemeier (3.v.l.) hat gestern seine Tochter Cornelia Eikemeier, Volkmar Nüssel (2.v.l.) und Mathias Zscherpe zu Geschäftsführern des Luckaer Wellpappenwerkes ernannt. Quelle: Mario Jahn
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Lucka

Künftig steht ein Trio an der Spitze des Wellpappenwerkes Lucka. Firmenimperator Uwe Eikemeier ernannte am Mittwoch drei Geschäftsführer, die nun die Geschicke des Unternehmens leiten und lenken. Er selbst wird als graue Eminenz in einem Beirat, zu dem auch ein Jurist, ein Banker und ein Manager gehören, die Entwicklung des Luckaer Betriebes beobachten.

Seine Tochter Cornelia Eikemeier, die bereits in den zurückliegenden drei Jahren an der Seite des schwerkranken 72-Jährigen das Unternehmen führte, ist Geschäftsführerin für Stabsregie, Finanzen und Einkauf. Zum kaufmännischen Geschäftsführer ernannte er Mathias Zscherpe und Volkmar Nüssel zum Vertriebsgeschäftsführer. „Die Berufung der drei erfolgt rückwirkend zum 1. März, so wie wir es den Banken zugesagt haben“, betonte Eikemeier bei dem zukunftsträchtigen Akt.

„So wie die Uhr tickt und der Kalender Tag für Tag weiterrückt, so ist es auch bei Eikemeiers. Und deshalb steht nun die Regelung der Nachfrage an“, sagte er. Es habe etwas länger gedauert, bis die geeigneten Persönlichkeiten für die Firmenspitze gefunden wurden. „Doch heute kann ich sagen, es ist uns gut gelungen.“ Alle drei seien hochqualifiziert. Nüssel und Zscherp hätten in ihrer Probezeit im Wellpappenwerk ihre fachliche Kompetenz unter Beweis gestellt. Für jeden der drei Chefs gab es dann von ihm einen Füllhalter, den sie künftig wohl jeden Tag brauchen würden.

Eikemeier, der das Wellpappenwerk vor 25 Jahren nach dessen Privatisierung übernahm, wünschte dem Trio immer das richtig Augenmaß gegenüber den Mitarbeitern – und vor allem ein glückliches Händchen bei Entscheidungen. Sie sollten aber auch stets Vorbild für die Beschäftigten sein, deren Zahl sich in Lucka auf 270 eingepegelt hat.

Im Laufe dieses Vierteljahrhunderts sind im Wellpappenwerk rund 80 Millionen Euro in moderne Maschinen, mehrere Hallen, eine Druckerei und das Faltschachtelwerk investiert worden. Vor allem das vollautomatische Palettenlager und das vollautomatische Rollenlagen seinen Investitionen gewesen, die ihm am Herzen gelegen haben. „Aber auch unserer gläserne Druckerei ist etwas, was in unserer Branche seinesgleichen sucht“, sagte er auf Nachfrage.

„Ein vielseitiger Maschinenpark ist wichtig, um den Kundenwünschen nach kleinen und großen Verpackungen stets gerecht werden zu können“, so der scheidende Chef. Die Auslastung der Technik richte sich am Bedarf aus, und der ändere sich oft kurzfristig.

Weil der Internetshop sehr gut laufe, sei in diesem Bereich im Augenblick eine weitere Investitionen in Planung. „Dabei geht es um den Bau eines neuen Kommissionierungslagers. Das vorhandene reiche nicht mehr aus“, schätzte Eikemeier ein.

Er hinterlasse große Fußstapfen, in die das Trio trete, meinte Landrätin Michael Sojka (Linke). Sie betonte, dass das Wellpappenwerk nicht nur wichtig für die Stadt Lucka, sondern für den ganzen Landkreis sei. „Das, was hier mit Verstand aufgebaut wurde, muss fortgeführt werden. Dafür wünsche ich den drei Geschäftsführern immer eine glückliche Hand“, sagte die Landrätin und sicherte ihnen die Unterstützung ihrer Behörde dort zu, wo sie erforderlich ist.

Luckas Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn (parteilos) versicherte, dass dem Trio auch die Türen ihres Rathauses offen stünden. Sie dankte Eikemeier für all das, was er für die Stadt Lucka getan habe. Sie erinnerte allerdings auch an die nach wie vor anstehenden Probleme mit dem Bebauungsplan und dessen Änderungen für das Areal des Wellpappenwerkes. Sie hob aber ebenso das Engagement des 72-Jährigen im sozialen Bereich, für das DRK oder die Feuerwehr in Lucka hervor. Für die Führungscrews hatte sie Handtücher in den Luckaer Farben dabei, mit denen sie sich bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit dem Schweiß trocken könnten.

Nüssel meinte, dass es wichtig sei, dass es im Wellpappenwerk eine klare Ausrichtung für das Agieren am Markt gebe. Der 59-jährige Franke, der bereits acht Monate im Unternehmen tätig ist, machte deutlich, dass man gut für die Zukunft ausgestellt sei. „Wir müssen allerdings noch einiges tun, um noch besser auf den Markt zu reagieren“, sagte er. „Ich fühle mich hier wohl und die gute Aufnahme im Familienunternehmen entspricht meiner Mentalität“, so der 53-jährige Zscherp, der aus Dresden kommt.

Von Marlies Neumann

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