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Altenburg Weltenbummler Peter Mende radelt 3000 Kilometer durch Spanien und Portugal
Region Altenburg Weltenbummler Peter Mende radelt 3000 Kilometer durch Spanien und Portugal
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19:22 01.10.2015
Peter Mende schwingt sich wieder in den Sattel. Quelle: Privat
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Meuselwitz

Spanien und Portugal im Sattel seines Trekkingrades zu erkunden, reize ihn schon lange. Da eine solche Strecke aus seiner Sicht im Sommer wegen der Hitze nicht zu bewältigen ist, hat er sich den Herbst als Reisezeit ausgesucht. „Im Oktober und November liegen die Temperaturen um die 20 Grad. Zum Radfahren gerade richtig“, sagt er und hofft, dass es zu diesem Zeitpunkt auf den Bergen noch nicht zu kalt ist.

Im Vergleich zu seinen bisherigen vier Touren, die ihn durch Norwegen, Neuseeland, Irland und in acht weitere Länder führte, ist die neue Route die kürzeste. „Die längste Strecke war mit 8350 Kilometern die erste nach und durch Norwegen. Die habe ich 2006 gemacht“, berichtet der Weltenbummler.
Tour führt entlang der Küste

Von Valencia aus will Mende, meist an der Küste entlang, Andalusien entdecken. Ein Abstecher auf den Mulhacén, den mit 3482 Metern höchsten Berg auf dem spanischen Festland, gehört dabei fest zu seinem Programm. „Den Berg möchte ich unbedingt erwandern. Ein Stück mit dem Rad, den Rest zu Fuß.“ Als Radfachmann hat er sein  Gefährt so ausgerüstet, dass Steigungen von bis zu 20 Prozent kein Problem sind, verrät er.
Weiter führt ihn seine Reise  dann über die Sierra Nevada und Granada. Wenn es die Zeit erlaube, werde er sich bestimmt auch die Alhambra, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten  Spaniens, besuchen. Seine Route führe ihn weiter über Malaga entlang der Küste bis nach Gibraltar.

Dann geht es nach Portugal  – an der Algarve radelt der ehemalige Fahrradhändler über Faro und Albufeira nach Logos. Von dort aus will er dann zum westlichsten Punkt Europas, nach Sao Vicente. „Dort soll es die letzte Roster vor Amerika geben“, sagt Mende und lacht. Wenn das noch so ist, wird er bestimmt eine verputzen. Als nächstes großes Ziel wird Mende dann die portugiesische Hauptstadt Lissabon ansteuern.
Weiter geht es von ihr aus Richtung Nord-Nordwest zum höchsten Kreisverkehr Portugals. „In 2000 Metern Höhe will ich da zwei Runden drehen“, so sein Plan. „Dann geht es quer rüber zurück nach Valencia, wo ich um den 10. November herum ankommen möchte“, rechnet er vor.
Zelt und Handy sind im Gepäck

Unterwegs ist er wie immer auf seinen großen Reisen nur mit kleinem Gepäck. Ein Zelt gehört aber auch diesmal zur Ausrüstung. Dort wo es möglich ist, campt er auf Zeltplätzen oder schon mal wild. „Nur wenn Campen überhaupt nicht möglich ist, suche ich mir eine Pension“, erzählt der Meuselwitzer. Den Kontakt nach Hause hält er per E-Mail und Handy. Damit seine Frau auf dem Laufenden ist, werde er sie mehrmals pro Woche kontaktieren. Im Laufe der Jahre habe sie sich daran gewöhnt, dass ihn aller paar Jahre das Fernweh  packt und nicht mehr loslässt. Zusammen mit seiner Frau mache er auch Touren. Doch die führen vorzugsweise entlang von Flüssen. Berge mag seine Ehefrau nämlich nicht.
„Solche langen Kanten kann man nicht aus dem Stand in Angriff nehmen“, stellt der 72-Jährige klar. Er sitze pro Jahr nach wie vor rund 10 000 Kilometer im Sattel. Im Sommer kommen pro Tag manchmal 120 Kilometer zusammen. „Das tue ich oft mit Kumpels, die sich damit auch fit halten“, erzählt er.

Doch zur Vorbereitung einer solchen Tausende Kilometer langen Tour mit dem Bike gehöre auch eine andere Ernährung. Deshalb esse er seit einiger Zeit mehr als gewöhnlich, denn auf so seiner Strecke verliere er erfahrungsgemäß vier bis fünf Kilo an Gewicht. Da baute er in letzter Zeit vor.

Marlies Neumann

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