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Altenburg Wenn aus Katastrophen Kunst wird / Erste Ausstellung der Altenburgerin Christa Borowy
Region Altenburg Wenn aus Katastrophen Kunst wird / Erste Ausstellung der Altenburgerin Christa Borowy
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20:43 23.02.2012
Hobbykünstlerin Christa Borowy freut sich über die erste öffentliche Ausstellung ihrer Bilder in der Kulturbund-Galerie.
Altenburg

Geformt hat die Ausstellung "Die Natur - meine große Liebe", die am Dienstag eröffnet wurde, die Altenburgerin Christa Borowy. Es ist ihre erste Schau, mit dem Malen befasst sie sich erst seit zwei Jahren.

"Meine ersten Bilder waren eine Katastrophe", sagt Christa Borowy frei heraus. Einige davon hat sie mitgebracht, zeigt sie zum Vergleich mit den ausgestellten Werken. Unter die Blumen-Bilder hat sich ein Porträt gemischt. Es zeigt den niederländischen Künstler Vincent van Gogh, ihr Idol. "Der war genauso verrückt wie ich bin", erklärt sie.

Auch wenn Christa Borowy noch kein eigenes System entwickelt hat, sich noch ausprobiert, wie sie sagt, malt die Rentnerin am liebsten Pflanzen. "Da kann ich länger dran festhalten", sagt sie. Im Vergleich dazu benötigte sie für die abstrakten Bilder, denen sie den Titel "Flammenhülle" zugeschrieben hat, nur wenige Stunden. "Ich wollte einfach mal ein abstraktes Motiv ausprobieren. Die sind mit einer Schwammtechnik schnell gemacht, das ist keine Malerei", sagt sie selbstkritisch. Und trotzdem strahlen die in roten und gelben Farben leuchtenden Bilder eine eigene Anziehungskraft aus, die ihre Bewunderer findet.

Benutzt hat Christa Borowy, die in ihrer Freizeit auch im Kosmaer Chor singt, vorwiegend Acryl- und Aquarellfarben, in die afrikanischen Bilder hat sie zudem flache Holz-Elefanten eingebracht, sie als Collage angelegt.

Ihre Inspiration findet die Sopranistin zu Hause, im Garten oder bei den eigenen Kindern. Eines von ihnen habe seine Wohnung im afrikanischen Stil eingerichtet, daher die entsprechenden Motive. Die ehemalige Altenpflegerin, die seit sieben Jahren im Ruhestand ist, hat im Malen einen Weg gefunden, sich zu verwirklichen. Und das, obwohl sie zuvor nichts mit Malen im Sinn hatte. Die Fortschritte, die Christa Borowy in den vergangenen zwei Jahren gemacht hat, überzeugen nicht nur sie selbst. "Das ist beachtlich", fand Kulturbund-Chefin Renate Arfeller und brachte die zur Ausstellungseröffnung sichtlich aufgeregte Künstlerin mit dem Lob in Verlegenheit. Grund dafür gab es keineswegs. "Die Bilder sind wunderschön", fand eine Besucherin.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. April in der Kulturbund-Galerie zu sehen.

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