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Altenburg Werbe-Agentur verkauft Abos zugunsten von Aufbau
Region Altenburg Werbe-Agentur verkauft Abos zugunsten von Aufbau
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20:13 07.12.2012

Irgendwie kam Winfred Kumbera die Situation spanisch vor. Als gestern eine junge Frau bei ihm klingelte und fragte, ob er ein Zeitschriftenabo abschließen wolle, wovon ein Teil dem Verein Aufbau Altenburg zugute komme, beschlich ihn ein ungutes Gefühl. Er lehnte ab. "Man kann sich in der heutigen Zeit ja nie sicher sein", sagte der Anwohner des Lerchenberges. "Aber mir ging es auch darum, niemandem von dem Abo abzuraten, wenn der Verein wirklich etwas davon bekommt." Also rief Kumbera bei der OVZ an und bat um Aufklärung.

Für diese sorgte Aufbau-Geschäftsführer Mirco Weigel. "Das ist okay und geschieht mit unserem Wissen", erklärt der 31-Jährige gestern auf Nachfrage. "Ich verstehe die Skepsis der Leute, aber sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Aktion ist seriös." Dahinter stecke eine Chemnitzer Agentur für Sportmarketing. "Die kam vor einiger Zeit auf uns zu und fragte, ob wir an einer Zusammenarbeit interessiert wären."

Man hatte Interesse. "Natürlich habe ich mich vorher erst mal informiert und umgehört", sagt der Aufbau-Geschäftsführer. Das Ergebnis: Die Aktion lief schon bei zahlreichen Vereinen in Sachsen sowie beim FSV Ronneburg. Und das erfolgreich. So kamen beispielsweise für ein Projekt von Katarina Witt in Chemnitz allein 5000 Euro zusammen.

Ganz so hoch sind die Erwartungen von Aufbau Altenburg aber nicht. In einer Woche sind jedoch schon 250 Euro zusammengekommen", so Weigel weiter. "Zudem wirbt die Firma für uns und unsere Jugendarbeit, die ja nicht die schlechteste ist."

Konkret läuft das Modell übrigens wie folgt: Die Firma verkauft Zeitschriftenabos aller gängigen Titel, bei deren Abschluss die Kunden eine Prämie erhalten. Es gibt aber die Möglichkeit, auf diese zu verzichten und sie Aufbau Altenburg zu spenden. "Je nach Wert der Prämie werden dafür Punkte gutgeschrieben", erklärt der Geschäftsführer. "Ein Punkt bringt dem Verein 25 Euro."

Es sei verständlich, dass die Leute skeptisch seien, meint Weigel. "Das war ich anfangs auch." Entsprechend viele Anfragen habe er auch schon erhalten. Da die Aktion weitergeht, wird es in den nächsten Tagen auch einen erklärenden Text auf der Aufbau-Homepage geben.

Winfred Kumbera jedenfalls ist froh, nun Klarheit zu haben. "Das werde ich den beiden älteren Damen bei mir im Haus ausrichten", sagt er. Denn diese hatten sich im Gegensatz zu ihm Frau für ein Abo entschieden.

Thomas Haegeler

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