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Altenburg Wie man in Afrika tanzt: Beim Theaterfrühstück wird getrommelt und gesungen
Region Altenburg Wie man in Afrika tanzt: Beim Theaterfrühstück wird getrommelt und gesungen
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19:23 04.12.2012
Mahamoudou Tapsoba und die anderen Schauspieler laden zum Mittrommeln ein. Quelle: Jens Paul Taubert
Altenburg

Von Manfred Hainich

Eine Schauspielerin und zwei Schauspieler aus Burkina Faso stellten das Weihnachtsmärchen "Ayana Rabenschwester" vor und begegneten den Kindern lachend, singend, tanzend und mit Trommeln. Und noch mehr. Sie baten die Kleinen auf die Bühne des Landestheaters, um ihnen zu zeigen, wie man in Afrika tanzt und singt.

Und überhaupt Trommeln schlagen! Das geschah lang und ausgiebig von allen am Stück beteiligten afrikanischen und deutschen Schauspielern, die in einer Reihe auf der Bühne vor den Ständen eines afrikanischen Marktes saßen. Man sah es an ihren Gesichtern: Es machte ihnen Spaß, das Trommeln. Eins ist klar: Es wird auf der Bühne sehr afrikanisch zugehen in diesem Weihnachtsmärchen.

Es ist eine aufwendige Produktion, die auf die Altenburger Bühne kommt. Und eine pädagogisch wertvolle. Und eine ideologisch notwendige. Die Kinder hier begegnen einer vollkommen anderen und ihnen meistens noch unbekannten Kultur. Das ist auch Globalisierung im positivsten Sinne. Und sie können erkennen, wie sich Märchen hier und dort gleichen, denn das Stück "Ayana Rabenschwester" - gemeinsam vom Schauspieldirektor und Regisseur des Stückes Bernhard Stengele und von der Dramaturgin Mona Becker geschrieben - vereint drei afrikanische Märchen mit dem deutschen "Die sieben Raben" der Gebrüder Grimm.

Vom Inhalt des Stückes wurde allerdings beim Theaterfrühstück noch wenig geboten. Nur der Anfang wurde gezeigt, wie die Familie aufgebaut und Ayana Rabenschwester geboren wird. Aber schon dabei war zu erkennen, dass weniger im Dialog gesprochen, sondern aus dem Erzählen heraus die Handlung in Gesten gestaltet wird. In der Aufführung werden die Kinder nicht nur passive Zuschauer sein, sondern auch aktive Mitgestalter.

Dafür werden manche Kinder gut vorbereitet ins Theater kommen, denn Jule Eicke, die neue hiesige Theaterpädagogin, und der schwarzafrikanische Schauspieler Ouelgo Tene waren an verschiedenen Kindergärten und Schulen und haben die Kinder auf diese Aufführung vorbereitet. Auch beim Theaterfrühstück wurden die Zuhörer vertraut gemacht mit dem Leben der Kinder in Burkina Faso und mit der Arbeit der drei anwesenden Künstler in einer Organisation, die sich um Bildung bemüht - mithilfe eines gut gemachten Videos.

Das Theater bekommt für dieses außergewöhnliche Projekt Unterstützung durch die Ewa und durch die Vereinigung der Theaterfreunde. Deren Vorsitzende Barbara Grubitzsch überreichte dem Generalintendanten Kay Kuntze einen Scheck über 2800 Euro. Das Vorstandsmitglied Daniel Beutler kündigte wiederum einen Mal- und Zeichenwettbewerb zum Weihnachtsmärchen an, für den bis zum 18. Januar an der Pforte des Theaters die Beiträge abgegeben werden können. Es wird sicher in der Aufführung genügend anregende Motive dafür geben. Daniel Beutler gestaltete auch jeden der 100 Lebkuchen mit einer Eule, die in der Bäckerei Schulze in Fockendorf produziert wurden. Jeder Besucher konnte einen am Ende als schmackhafte Erinnerung an dieses Theaterfrühstück mitnehmen.

Die morgige Premiere ist bereits ausverkauft. Auch bei den Vorstellungsterminen für Familien gibt es nur noch wenige Karten. Sie sind am 8. Dezember um 16 Uhr, am 16. Dezember um 14.30 Uhr, am 23. Dezember um 16 Uhr und am 29. Dezember um 18 Uhr. Karten für alle Vorstellungen an der Theaterkasse (☎ 03447 585160) und in der OVZ-Geschäftsstelle (☎ 03447 574942) - Abonnenten erhalten an beiden Kassen zehn Prozent Rabatt.

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