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Altenburg Wieder einen Schritt weiter für erste Gemeinschaftsschule in Ostthüringen
Region Altenburg Wieder einen Schritt weiter für erste Gemeinschaftsschule in Ostthüringen
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21:19 15.03.2012

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Von Ellen Paul

Diese neue, für den gelernten DDR-Bürger freilich nicht ganz unbekannte Schulform soll Eltern die Möglichkeit eröffnen, nicht bereits in der 4. Klasse entscheiden zu müssen, welchen Schulabschluss sie und ihr Kind anstreben. Die Mädchen und Jungen lernen vielmehr bis zur zehnten Klasse gemeinsam. Anschließend ist zudem auch das Abitur möglich. Allerdings wird es nicht an der Gemeinschaftsschule angeboten. Hier soll das Altenburger Friedrichgymnasium Kooperationspartner sein.

"Dazu ist eine Vereinbarung zwischen beiden Schulen notwendig, die aber noch erarbeitet werden muss", konnte Gymnasium-Direktor Thomas Lahr auf Anfrage noch keine Details der künftigen Zusammenarbeit nennen. Es wird derzeit damit gerechnet, dass die Schüler dann an die höhere Bildungseinrichtung kommen. "Möglich wäre auch, dass Lehrer des Friedrichgymnasiums hier unterrichten", erklärte OB Michael Wolf. Problem sei allerdings die begrenzte Raumkapazität an der Mäder-Schule.

Die Gemeinschaftsschule soll aber nicht nur für Schüler, sondern auch die Lehrer Vorteile bringen. Die bislang nebeneinander arbeitenden Kollegen könnten flexibler eingesetzt werden. Auch werde die neue Direktorenstelle schnellstmöglich ausgeschrieben, versicherte Staatssekretär Roland Merten, der um die jahrelange Hängepartie um die Besetzung des Schulleiter-Postens in der Regelschule weiß. Ein abgelehnter Bewerber blockierte per Einspruch mehr als eineinhalb Jahre das Verfahren. "Jetzt haben wir uns aber entschieden, für die Kürze der Zeit keinen neuen Regelschulleiter einzusetzen, denn wir produzieren uns dann nur einen Versorgungsfall", so Merten. Die vorübergehende Lösung des Problems indes ist recht ungewöhnlich. Weil die bislang amtierende stellvertretende Direktorin krankheitsbedingt lange ausfiel, entschieden sich Schulamt und Ministerium für die sogenannte Abordnung von Steffi Kersten nach Altenburg, die aber zugleich die Regelschule "Am Eichberg" in Schmölln leitet. Für die Bildungsexpertin der Linken, Michaele Sojka, ein absolutes Unding. "Schulleitung auf Teilzeit. Soll das ein neues Thüringer Modell sein?", fragt die Landratskandidatin sarkastisch.

Aber auch was die baulichen Voraussetzungen betrifft, ist noch so einiges zu tun. "Wir müssen als Schulträger die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen", so der OB. Er nannte unter anderem Brandschutz- und Sanitäranlagen sowie die Sanierung der Sporthalle und den behindertengerechten Umbau der Schule.

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