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Wieder nur für ein Jahr

Wieder nur für ein Jahr

Aufatmen beim Kreisfeuerwehrverband: Die seit November ruhende Brandschutz-Erziehung in Kindergärten sowie Grundschulen des Landkreises ist wieder angelaufen. "Glücklicherweise haben wir mit dem Verein Naterger einen Partner gefunden, der über den Bundesfreiwilligendienst drei Brandschutzerzieherinnen beschäftigt und die Arbeit weitergehen kann", atmet Verbandschef Uwe Kaphahn auf.

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Mit Spaß bei einer ernsten Sache: Die Steppkes aus dem Rositzer Kindergarten "Zwergenstübchen" lernen am Freitag die wichtigsten Regeln im vorbeugenden Brandschutz und das richtige Verhalten im Brandfall. Geschult werden sie von den drei Brandschutz-Erzieherinnen und der Freiwilligen Feuerwehr Rositz. So zeigt beispielsweise Marco Möckel (r.) von der Feuerwehr dem kleinen Hans, wie schwer so ein Druckluftgerät ist.

Quelle: Mario Jahn

Und der Terminplan von Stephanie Beerbaum, Angelika Stiller und Karin Polonski, die durchweg zertifizierte Brandschutz-Erzieherinnen sind, ist bereits voll. "Was beweist, wie groß das Interesse der Kitas und Grundschulen ist", freut sich der 67-Jährige. Seit acht Jahren bietet der Verband diese Ausbildung an, in der Kinder auf spielerische Art lernen, was beispielsweise "gutes" und was "böses" Feuer ist und wie man sich im Falle eines Brandes richtig verhält. Im vergangenen Jahr erhielten 1200 Kinder diese wichtige Schulung.

 

Doch Kaphahns Freude über den Neustart ist nur verhalten. Denn mit einigem Bangen blickt er bereits jetzt auf den Herbst. "Spätestens ab November geht das Gezerre wieder los, um einen nahtlosen Anschluss an die nur ein Jahr laufende Maßnahme zu finden und die Ausbildung fortzusetzen."

 

Die Vergangenheit lässt das sehr wahrscheinlich erscheinen. Zwar bietet der Kreisfeuerwehrverband diese Brandschutz-Erziehung schon seit acht Jahren an und übernimmt diese eigentlich Aufgabe der Kommunen und Landkreise. Das machen neben dem Altenburger Land in Thüringen nur noch Gotha und Eisenach so. "Aber immer nur über befristete Maßnahmen. Und die Suche danach wird immer komplizierter", klagt der Verbandschef, der sich erst kürzlich eine weitere Absage von der Europäischen Union geholt hat, an die er sich mit der Bitte um eine dauerhafte Unterstützung gewandt hatte.

 

Von Jahr zu Jahr ist es schwieriger geworden, das notwendige Personal zu finden. Wo es erst längerfristig laufende Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und die Bürgerarbeit gab und dann wenigstens noch Ein-Euro-Jobber, kamen immer neue Beschäftigungsprogramme mit immer kürzeren Laufzeit und komplizierteren Anforderungen.

 

"Solange diese wichtige Aufgabe nicht durch fest Angestellte abgesichert wird, kommt da auch keine Ruhe und Kontinuität hinein", ärgert sich Kaphahn. Er befindet sich in diesem Punkt übrigens in Übereinstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband, der bei der anstehenden Novellierung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes fordert, die Zuständigkeit dieser Ausbildungen in die Hoheit der Landkreise zu übertragen und mit fest angestellten Brandschutzerziehern zu untersetzen.

 

Vorerst aber verbleibt die Zuständigkeit in der Hoheit der Gemeinden und Kommunen. Aber mit ganz wenigen Ausnahmen heben die derzeit die Hände: Kein Geld. Für Uwe Kaphahn eigentlich ein Unding: "Ich weiß um die Finanznöte der Gemeinden. Aber wir reden hier doch nicht von Unsummen, sondern überschaubaren Beträgen in Höhe von 80 000 Euro, die es bräuchte, um zwei feste Stellen im Landkreis zu schaffen. Dagegen stehen deutschlandweit rund 40 Kinder, die pro Jahr durch Brände ums Leben kommen", so der Verbandschef drastisch. © Kommentar

Jörg Wolf

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