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Altenburg Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert
Region Altenburg Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert
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15:43 19.05.2015
50 Jahre nach dem Abitur: Drei Klassen Klassen, die 1965 das heutige Friedrichgymnasium verließen, feierten jetzt ein Wiedersehen. Quelle: Mario Jahn
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Sie war es auch. Was alle eint: Sie haben vor 50 Jahren - 1965 - an der damaligen erweiterten Oberschule "Karl Marx" ihr Abitur abgelegt.

"Damals waren wir in dem Jahrgang drei Klassen, zwei mit naturwissenschaftlicher und eine mit sprachlicher Ausrichtung", erzählt Ulrich Roedel aus Meuselwitz. Gemeinsam mit Michael Bellmann fing er vor einem Jahr an, dieses Jahrgangstreffen zu organisieren. "Als Klasse B2 haben wir uns zwar aller fünf Jahre regelmäßig getroffen, aber den kompletten Abiturjahrgang 1965 zusammenzunehmen, war eine Premiere", sagt Roedel und strahlt. "Weil man eben viele Leute wiedergetroffen hat, die man wirklich 50 Jahre nicht mehr gesehen hat." Dass man manchen einstigen Mitschüler deshalb auf dem ersten Blick nicht erkannte, ging an diesem denkwürdigen Sonnabend wohl jedem so. Und niemand nahm das übel.

"Mittlerweile sind alle ja über ganz Deutschland verstreut, was schon einiges an Aufwand und Recherche bedeutete, um möglichst viele zum Treffen einladen zu können", erzählt Roedel. Und dass von einst 75 Schülern dieses Jahrganges genau 40 den Weg nach Altenburg gefunden hatten, zeige auch, wie gern die meisten sich noch an ihre Abizeit in der Skatstadt erinnern. Was Ulrich Roedel besonders freut: Auch sechs einstige Lehrer fanden sich zu dem Treffen ein. Darunter mit Klaus Weide, Dr. Margitta Dittrich und Dr. Manfred Schubert auch alle drei Klassenlehrer.

"Natürlich wurde da so manche alte Episode ausgegraben und erzählt", berichtet der Cheforganisator, der sich in diesem Zusammenhang beim Förderverein des Friedrichgymnasiums, den Zehntklässlern, die durch das Schulgebäude führten, und Schulleiter Thomas Lahr herzlich bedankte. "Wir haben in unserer alten Oberschule ein kleines Konzert des Kinder- und Jugendchors des Gymnasiums erleben dürfen, wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet und konnten auch den herrlichen Ausblick vom Schuldach über Altenburg genießen. Und natürlich sorgte der Besuch unserer einstigen Klassenräume für ein großes Hallo", lobt Roedel, der bis vor Kurzem als Zahnarzt in Meuselwitz praktizierte.

Dem Schulbesuch schloss sich eine Stadtrunde nebst Einkehr im Ratskeller an. "Viele, die es in weit entfernte Gegenden gezogen hat und die schon lange nicht mehr in Altenburg waren, zeigten sich sehr angetan, wie sich die Stadt entwickelt hat." Leider konnte aufgrund des durchwachsenen Wetters und der Regenschauer am Nachmittag keine ausgiebige Stadtbesichtigung erfolgen.

Aber dazu könnte schon beim nächsten Treffen der Abiturienten von 1965 die Gelegenheit bestehen. Die bislang nur alle fünf Jahre stattfindenden Treffen der Klasse B2, der Ulrich Roedel angehörte, sollen jetzt sogar alle drei Jahre stattfinden.

Jörg Wolf

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