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Wieratal: Bewerber für Chefposten fällt durch

Wieratal: Bewerber für Chefposten fällt durch

Das war ein Paukenschlag: Der einzig übrig gebliebene Bewerber für den Posten des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) im Wieratal ist durchgefallen.

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Blick aufs Wieratal.

Quelle: Mario Jahn

Langenleuba-Niederhain. Neun von elf Anwesenden sprachen sich gegen Holger Peters aus. Diese Entscheidung der Verbandsräte hat zur Folge, dass die VG nach dem Ende der Amtszeit von Gerd Werner, ab 1. September, keinen gewählten Chef hat. Deshalb wird laut Landratsamt sein Stellvertreter Jürgen Schneider (parteilos) die VG kommissarisch leiten. Zudem solle die Stelle erneut ausgeschrieben werden, hieß es auf Anfrage.

 

Auf die erste Ausschreibung hatten sich wie berichtet drei Bewerber gemeldet. Einer von ihnen war wegen der fehlenden Erfahrung in der kommunalen Arbeit gleich aus dem Rennen. Dass VG-Bauamtsmitarbeiter Bernd Gräfe, einer der beiden anderen Kandidaten, seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen hatte, erfuhren die Verbandsräte völlig überraschend erst Dienstabend von Jürgen Schneider. Der leitete als stellvertretender VG-Vorsitzender die Versammlung. Der langjährige Amtsinhaber Gerd Werner hatte sich an der Ausschreibung nicht beteiligt und ist im Urlaub.

 

Die Verbandsräte, die zu dieser wichtigen Sitzung vollzählig erschienen waren, nutzten die Gelegenheit, den 45-jährigen Holger Peters ins Kreuzverhör zu nehmen. Peters, der seit 16 Jahren in verschiedenen Ämtern der VG Altenburger Land tätig ist, führte vor allem seine vielfältigen Erfahrungen ins Feld. Für ihn, so machte er mehrfach deutlich, wäre der Chefposten in der VG Wieratal vor dem Hintergrund einer Gebietsreform eine Herausforderung. "Ich würde den Umbruch positiv für Ihre Gemeinden gestalten", erklärte er den Vertretern von Frohnsdorf, Jückelberg, Göpfersdorf, Ziegelheim und Langenleuba-Niederhain.

 

Die Einschätzung jeder der fünf Gemeinden, die Ziegelheims Bürgermeister Mario Rohr (CDU) erbat, zeigte, dass sich Peters durchaus mit der Materie beschäftigt hatte. Doch zu den kleineren Dörfern konnte er nur wenig sagen. Punkte verspielte er auch mit der Aussage, dass im Fall seiner Wahl ein Umzug ins Wieratal nicht infrage komme.

 

Zur Zukunft der VG machte Bewerber Peters deutlich, dass die Entscheidung bei den Gemeinden liege. Eine vernünftige und gute Lösung sehe er bei einer Fusion mit Nobitz, sagte er, schloss aber auch eine Einheitsgemeinde nicht aus. Warum er sich gerade in diesen ungewissen Zeiten für den Chefsessel in der VG, der ein Schleudersitz ist, beworben habe, wollte der Göpfersdorfer Jörg Schumann (Heimatverein) wissen. "Das ist eine Herausforderung, die ich spannend finde. Ich weiß natürlich, dass ich nicht bis zur Rente VG-Chef bleibe", sagte Peters.

 

Dass der 45-Jährige, obwohl er sich allen Fragen stellte, doch nicht gewählt wurde, machte Schneider erst einmal sprachlos. "Wir werden wohl noch mal neu ausschreiben müssen", meinte er etwas ratlos.

 

"Vom Ausgang der Wahl bin ich nicht enttäuscht. Ich habe mich beworben, und die Wierataler haben entschieden. Das ist Demokratie", sagte Peters gelassen.

 

© Kommentar Seite 11

Marlies Neumann

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Von Redakteur Monika Neumann

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