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Wierataler müssen weiter auf Kita-Hausmeister warten

Personal zu teuer Wierataler müssen weiter auf Kita-Hausmeister warten

Der Wunsch der Eltern und der Gemeinde Langenleuba-Niederhain nach einem extra Hausmeister für die vier Kindergärten der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal kann vorerst nicht erfüllt werden. Um die ausgeschriebene Leistung hat sich keine Firma beworben. „Damit sind wir auf dem selben Stand wie vor einem halben Jahr“, erklärte der stellvertretende-VG-Vorsitzende Jürgen Schneider.

Der Kindergarten Ziegelheim ist ein Gebäudeteil der Mehrzweckhalle.

Quelle: Mario Jahn

Langenleuba-Niederhain. Der Wunsch der Eltern und der Gemeinde Langenleuba-Niederhain nach einem extra Hausmeister für die vier VG-Kindergärten kam während der jüngsten Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal zur Sprache. Wie der amtierende VG-Vorsitzende, Niederhains Bürgermeister Jürgen Schneider (parteilos), informierte, sei die Leistung ausgeschrieben worden. „Doch darauf hat sich keine Firma gemeldet“, verkündet er das Ergebnis. Vermutlicher Grund sei, so Schneider, dass die geforderten Arbeiten im Vorfeld pauschal kaum zu kalkulieren seien und damit ein Kostenangebot nur schwierig zu erstellen sei. Stundenabrechnung dagegen werden von der VG nicht bevorzugt, weil dann die Ausgaben nicht abzuschätzen sind. „Damit sind wir auf dem selben Stand wie vor einem halben Jahr“, erklärte der stellvertretende-VG-Vorsitzende.

Derzeit erledige der Niederhainer Bauhof die anfallenden Arbeiten in den Kitas. Jedoch ist das keine optimale Situation. Zum einen fordern Eltern mehr Kontinuität und einen direkten Ansprechpartner. Außerdem könnten die Bauhofleute tatsächlich nur das Allernötigste in den Einrichtungen machen, so Schneider. Dazu komme, und das kritisieren die Niederhainer Gemeinderäte, erledige der eigene Bauhof auf Rechnung der Kommune die Arbeiten für alle anderen. Denn anders als die Kitas in Niederhain, Lohma, Ziegelheim und Flemmingen, die in Trägerschaft der VG sind, ist der Bauhof keine gemeinsame Einrichtung aller Mitgliedsgemeinden und wird somit auch nicht gemeinschaftlich finanziert.

Argumente, denen die Gemeinschaftsräte zustimmten. Eine Lösung indes konnte niemand aus dem Hut zaubern. „Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, es entstehen Kosten, die wir auf die Eltern umlegen müssten“, stellte Schneider klar. Beispielsweise, so rechnete er vor, würde ein festangestellter Hausmeister die VG um die 35.000 Euro im Jahr kosten. Umgelegt auf die Kitabeiträge würde das pro Kind 25 Euro mehr im Monat bedeuten. Mit einer Beispielrechnung soll den Eltern anhand des Aufwandes gezeigt werden, was ihre Wünsche kosten würden. Dann könnten sie selbst entscheiden, ob ihnen der Hausmeister das Wert ist. Darüber hinaus gibt es noch keine weiteren Ideen.

Dass die Kindergartenbeiträge so oder so steigen werden, ist zwar noch nicht 100-prozentig klar, doch es ist sehr wahrscheinlich. Auch das kündigte Schneider in aller Vorsicht zur VG-Versammlung an. Die erhöhten Personalkosten infolge der neuen Tarifabschlüsse für die Erzieherinnen könnten nicht ohne Beteiligung der Eltern gestemmt werden. Schneider tritt diesbezüglich aber auf die Bremse. „Wir haben noch keine Zahlen und wissen deshalb nicht exakt, wie sich die Lohnkostenentwicklung auswirkt. Wenn wir die aktuellen Zahlen auf dem Tisch haben, werden wir jedoch darüber reden müssen.“

Mit 105 Euro fürs erste Kind beziehungsweise 85 oder 65 Euro für ein zweites oder drittes Kind in der Einrichtung sind die Gebühren in der VG Wieratal im kreisweiten Vergleich derzeit aber noch relativ günstig. Auch weil etliche Kommunen bereits eine Gebührenerhöhung wegen der gestiegenen Personalkosten beschlossen haben. Schneider: „Da werden wir wohl nicht drum herum kommen.“

Von Jörg Reuter

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