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Wilchwitz und die ganze Familie Katrozan fiebern beim Finale live mit

DSDS Wilchwitz und die ganze Familie Katrozan fiebern beim Finale live mit

Es hat nicht sollen sein: Der Ex-Wilchwitzer Thomas Katrozan hat beim DSDS-Finale „nur“ den Bronzerang geholt. Beim Public Viewing fieberte der ganze Ort mit dem 36-Jährigen mit. Doch alles Daumendrücken half nichts – den Sieg holte sich ein anderer.

Wurde am Ende nur Dritter bei DSDS: der Ex-Wilchwitzer Thomas Katrozan.

Quelle: RTL / Stefan Gregorowius

Wilchwitz/Düsseldorf. Schade! Zum ganz großen Wurf bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) hat es für den in Wilchwitz sowie Altenburg aufgewachsenen Thomas Katrozan nicht gereicht. Im Finale der RTL-Show vor rund 13 000 Zuschauern im Düsseldorfer ISS-Dome kam der 36-Jährige am Samstagabend auf den dritten Rang. Vor Ort bekam der Finalist wie seine beiden Kontrahenten lautstarke Unterstützung seiner Familie und Freunden aus dem rund 250 Einwohner zählenden Nobitzer Ortsteil sowie dem nahen Borna. „Das war schon ein unvergessliches Erlebnis“, sagt Vater Bernd Katrozan am Sonntag.

Rund 520 Kilometer ostwärts öffnet Samstag der Chef des Wilchwitzer Feuerwehrvereines, Günter Quaas, schon gegen 18.45 Uhr die Türen des Vereinsheimes. Vor Ort sollen hoffentlich viele Wilchwitzer beim neuerlichen Public Viewing diesen für das Dorf historischen Moment via Liveübertragung miterleben. „Wir können doch nicht einfach zum Finale aufhören“, sagt Quaas. Doch auch noch eine halbe Stunde vor dem Start der Show im fernen Ruhrgebiet herrscht im Saal gähnende Leere. Fällt das gemeinsame Daumendrücken für Thomas etwa dem herrlichen Frühlingswetter zum Opfer? „Mal sehen, wie viele noch kommen“, meint Quaas vorsichtig.

Doch die Wilchwitzer kommen. Am Ende brechen um die 40 Public-Viewing-Gäste in Jubel aus, als „Rastaman“ (O-Ton Dieter Bohlen) erstmals groß über den Bildschirm flimmert. Dass Katze schon im Vorkampf, in dem einer der drei Finalisten rausfliegen könnte, die Segel streichen muss, glaubt zu diesem Zeitpunkt niemand. Im Gegenteil: Als sich Katrozan in der Kandidatenvorstellung, bei der jedem Finalisten ein inniger Wunsch erfüllt wird, als aufgemachter Fan eines anderen Kultformats – „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ – outet, steigt der Stimmungspegel merklich. Auch als er am GZSZ-Set in Babelsberg viele Hauptdarsteller kennenlernt und aus dem Stehgreif eine Szene mitspielt, ist den Fans klar: Katze zieht das Ding.

Diese Euphorie hält weiter an, als „Rastaman“ den wie auf den Leib geschneiderten Hit von 10 CC „I dont’t like reggae“ cool abliefert. Entsprechend lobend die Einschätzungen der Jury. H.P. Baxxter: „Deine Haare liegen heute besonders gut. Und du gibst jedem Song seine eigene Note. Toll!“, Vanessa Mai: „Du steigerst dich von Auftritt zu Auftritt.“ Michelle, die bekanntermaßen kein Fan von Katrozan ist, leistet sozusagen Abbitte: „Meine persönliche Meinung zählt hier heute nicht. Ich habe mich in dir vielleicht getäuscht.“ Juryboss Dieter Bohlen: „Dieser Mann passt in kein Rasta“, kalauert Bohlen. Um sich dann ernsthafter dem allgemeinen Lob anzuschließen: „Du hast echt ne’ geile Stimme. Ich bin stolz auf dich und das, was du geleistet hast.“

Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist sich auch die Wilchwitzer Runde einig: Thomas’ Reise geht in die allerletzte Runde. Doch das haben die Zuschauer per Telefonvoting zu entscheiden. Wieder werden auch im Vereinsheim die Handys gezückt und Katzes Endnummer „02“ verschickt. Jedem scheinen die vergleichsweise hohen Kosten für diese Abstimmung egal zu sein. Mancher in Nobitz soll bei den zurückliegenden Votings gar hundert und mehr Euro investiert haben. Munkelt man zumindest.

Um 21.20 Uhr sind alle Leitungen dicht. Moderator Oliver Geissen erhält in Düsseldorf vom Notar den gewichtigen Umschlag mit dem Resultat. In Wilchwitz kann man in diesem Augenblick eine Stecknadel fallen hören. Konkurrent Prince Damien, der später auch den Thron besteigen wird, ist locker im Finish. Und wenige Minuten später platzen in einem großen und enttäuschten „Oh“ in Wilchwitz alle Träume vom Superstar aus dem eigenen Dorf. Denn hauchdünn hat sich Laura van den Elzen gegen Thomas durchgesetzt.

Am Ende fehlten dem 36-Jährigen laut RTL ganze 0,26 Prozent im Voting gegen die 18-Jährige Niederländerin, die 24,07 Prozent der Stimmen erhielt.

„Das ist so traurig, aber Thomas war super“, meinte ein weiblicher Fan und nimmt einen großen Schluck Sekt, der wohl doch eher als Siegestrunk gedacht war. Die weitere Show gerät dann eher zur Nebensache. So mancher verlässt vorzeitig das Public Viewing. Am Ende ist Wilchwitz eben doch etwas traurig. Auch Bürgermeister Hendrik Läbe: „Klar ist der dritte Platz toll. Aber man ist auch traurig. Denn so was erlebt man in so einem kleinen Dorf nur einmal im Leben.“

Thomas Katrozan selber wirkte am Sonntag schon wieder recht entspannt. „Natürlich war ich direkt nach der Entscheidung und heute direkt nach dem Aufstehen ein wenig enttäuscht, als ich wieder daran gedacht habe. Aber alles in allem war und ist das eine unvergessliche Zeit und bis ins Finale gekommen zu sein, ist doch auch eine Riesensache. Danke deshalb an alle, die mich unterstützt haben. Danke Wilchwitz! Danke Altenburg!“

Der 63-jährige Vater Bernd war mit Gattin Steffi und Familie am Sonntagvormittag wieder auf dem langen Heimweg: „Sicher waren wir erst traurig, nachdem Thomas ausgeschieden ist. Den zweiten Platz hinter Prince hätten wir uns schon gewünscht, weil er auch noch Dieter Bohlens Lied (Glücksmoment) singen wollte, den die beiden Finalisten live sangen. Aber die After-Show-Party war trotzdem sehr lustig.“

Übrigens: Als Download ist „Glücksmoment“ von Thomas Katrozan unter anderem bei iTunes und Amazon erhältlich und lag in den aktuellen Charts am Sonntag bereits weit vorn.

Von Jörg Wolf

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