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Altenburg Willkommen in Nobitz: Eingliederungsvertrag mit Saara unterzeichnet
Region Altenburg Willkommen in Nobitz: Eingliederungsvertrag mit Saara unterzeichnet
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12:31 30.09.2011
Per Handschlag besiegeln die beiden Bürgermeister, Hendrik Läbe (l.) und Stephan Etzold, die Vertragsunterzeichnung. Quelle: Mario Jahn

Daran konnten vorgestern Abend auch die beiden Überraschungsgäste, der Altenburger Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und der Wirtschaftsförderer der Stadt, Tino Scharschmidt, nichts mehr ändern. Im Gegenteil.

Die Gemeinderäte fühlten sich nach der knapp einstündigen Debatte darin bestärkt, in Saara einen Partner gefunden zu haben, mit dem man auf Augenhöhe verhandeln konnte und weiter gleichberechtigt zusammenarbeiten kann.

Da half auch der Hinweis des Oberbürgermeisters nichts, die Bürger der ländlichen Gemeinden würden ja Einrichtungen der Stadt wie Schwimmhalle oder Schloss mitnutzen.

Auf seine Frage, warum man nicht im Vorfeld das Gespräch gesucht habe, konterte Gemeinderat Dirk Gerhardt (SPD): "Ich bin seit 1992 im Gemeinderat und habe Sie bisher hier nicht gesehen."

Die Fronten verhärteten sich erst recht, als Michael Wolf andeutete, dass sich die Stadt nicht - wie von den anderen Partnern erhofft - an der Finanzierung des Viaduktradwegs beteiligen könnte. "Glauben Sie wirklich unter diesen Bedingungen ist die Stadt bereit, ein Drittel der Kosten zu übernehmen?", fragte Wolf. "Das ist ja Erpressung", sprach Hans Reinsch im Publikum aus, was in dem Moment viele dachten.

Auf die Frage des Oberbürgermeisters, was denn dagegen spricht, mit Altenburg zusammenzugehen, sagte das Hendrik Läbe: Er sei mit dem Auftrag gewählt worden, die Gemeinde Nobitz im ländlichen Raum zu erhalten, auf keinen Fall hätten die Bürger nach Altenburg gewollt. "Was nicht heißen soll, dass wir nicht weiter gut mit der Stadt zusammenarbeiten möchten."

Auch Stephan Etzold bekräftigte vorgestern sein Nein zu Altenburg und Gößnitz. Er wolle die Zerschlagung der Gemeinde Saara verhindern und mit Nobitz zusammen die eigenen Werte im ländlichen Raum erhalten. Und Hendrik Läbe gab zu denken, im Altenburger Stadtrat würden die Belange der kleinen Dörfer untergehen. Da interessiere man sich doch mehr für das Areal am Markt.

Die Gemeinde Nobitz sucht seit Jahren nach einem Partner. Hendrik Läbe bedauerte erneut, dass Bemühungen um die Gemeinden des Wieratals gescheitert sind. Mit Saara und dem Wieratal zusammen hätte man fast 10 000 Einwohner in über 50 Orten. Dann wären man wirklich ein stabiles, zukunftsfähiges Gebilde.

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