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Altenburg Windischleubaer Bürgermeister ist sauer über Saller-Rückzug aus Altenburg
Region Altenburg Windischleubaer Bürgermeister ist sauer über Saller-Rückzug aus Altenburg
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00:17 29.09.2016
Im Altenburger Gewerbegebiet Nord-Ost wollte Investor Josef Saller bauen. Nun hat er den Bauantrag zurückgezogen. Quelle: Ronny Seifarth
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Windischleuba

Der Rückzug von Investor Josef Saller aus Altenburg (die OVZ berichtete) sorgt in Windischleuba für Frust und Enttäuschung. Denn der dortige Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) ist sich der Folgen, die Sallers Sinneswandel nach sich zieht, bewusst – damit wird auch das Projekt im Gewerbegebiet Windischleuba infrage gestellt. Denn die Investitionen des Unternehmers im Altenburger Gewerbegebiet Nordost, wofür er den Bauantrag kürzlich zurückgezogen hatte, sowie auf einer innerstädtischen Brache am Topfmarkt, wo es noch keinen Bauantrag gab, waren ein Kompromiss mit der Stadt Altenburg. Auf den war Saller eingegangen, um sein Projekt in Windischleuba, bei dem es vor allem um einen Lebensmittelmarkt geht, realisieren zu können.

„Für Windischleuba ist das eine Katastrophe“, sagt Reinboth, der im Urlaub davon erfuhr, dass Saller in Altenburg einen Schlussstrich gezogen hat. Inzwischen liege in der Gemeinde auch ein Schreiben von Saller vor, in dem er mitteilt, dass er besagten Bauantrag zurückgezogen hat. Gründe für diese Entscheidung kenne er aber nicht, so Reinboth. „Den Bauantrag hat der Investor nicht wegen Windischleuba zurückgezogen, sondern weil von Altenburg keine Initiative mehr kam“, sagt er voller Überzeugung. Den Umgang, den der Altenburger Stadtrat gegenüber dem Unternehmer an den Tag gelegt habe, bezeichnete er als unfähig und ignorant.

Die Windischleubaer Bürger würden nicht verstehen, wie es zu dieser Situation kommen konnte, habe doch im Februar noch eitel Sonnenschein geherrscht. „Es ist unverständlich, dass man einen Investor, der in Altenburg zehn und in Windischleuba fünf Millionen Euro investieren wollte, so vor den Kopf stoßen kann, dass er den Rückzug antritt“, entrüstet sich Reinboth. Vom Verhalten der Altenburger Stadträte sei er einfach nur enttäuscht.

„Mit der nun fast aussichtslosen Situation werden wir uns nicht abfinden. Wir kämpfen weiter für den Lebensmittelmarkt“, sagt er. Und wer Reinboth kennt, der weiß, dass er das mit allen möglichen Mitteln auch tun wird. Schließlich gibt es im Gewerbegebiet laut gültigem Bebauungsplan in den Gebäuden neben dem Baumarkt eine frei Verkaufsfläche von 4000 Quadratmetern. Die Firma Saller, die seit Jahren Eigentümer der Bauten ist, strebte hier im vergangenen Jahr schon mal eine Teillösung an, die aber keinen Lebensmittelmarkt vorsah. Die Schaffung eines Matratzen- und eines Möbelmarktes lehnte der Gemeinderat Windischleuba vor Jahresfrist ab. Deshalb sind die Räumlichkeiten nach wie vor ungenutzt.

Von Marlies Neumann

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