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Altenburg Wintersdorf feiert mit Musik, Baum und Bühnenshows
Region Altenburg Wintersdorf feiert mit Musik, Baum und Bühnenshows
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00:19 13.09.2017
Die Gaudirocker auf der Festzeltbühne sorgten am Freitagabend für ausgelassene Stimmung bei den Gästen. Quelle: Foto: Eva Anna-Lena Zorn
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Wintersdorf

„Wengschdorf ist und bleibt Kult“. Das Motto des Wintersdorfer Dorffestes ist Programm und Anspruch zugleich – auch bei der inzwischen 28. Auflage der Traditionsveranstaltung, die am Wochenende über die Bühne ging. Mit Lampion- und Fackelumzug sowie einem großen Feuerwerk startete die Party auf dem Festplatz bereits am Freitagabend – mit Musik und Rummel und einem kinderfreundlichen Familiensonntag währte der Trubel drei Tage lang. Auch die Tanzdarbietungen mit Vereinen der Region gehören traditionell zum Programm.

Geplant, vorbereitet und über die Bühne gebracht wird das Festwochenende seit Jahren von einer Interessengemeinschaft aus der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, dem Aqua Fun Wintersdorf und dem ASV Wintersdorf. Einer der Verantwortlichen ist Michael Rothe. Der Rechtsanwalt und Vereinsvorsitzende von Aqua Fun trat 2003 mit seiner Truppe der Interessengemeinschaft bei. „Am Anfang haben wir hier eigentlich nur die Bratwürste gedreht“, blickt er zurück. Mit der Zeit sei er in die ihm zugeteilten Aufgaben hineingewachsen. Doch das gehe hier allen Helfenden so.

Und auch das Fest hat sich entwickelt – meistens nach vorn, diesmal bewusst einen Schritt zurück. „Wir mussten es an die Gegebenheiten anpassen“, erklärt Michael Rothe. Im zurückliegenden Jahr hatten die Stimmungskanonen Klaus & Klaus sowie der ehemalige DSDS-Teilnehmer Thomas Katrozan nicht den gewünschten Besucheransturm gebracht. Deshalb wurde an einigen Stellen auf dem Gelände der Rotstift angesetzt, umstrukturiert, frei nach dem Motto: Weniger ist mehr. Vielleicht an manch einer Stelle zu wenig, denn es gab zwischen einigen Programmpunkten doch deutliche Leerläufe. Ebenso wurde das Bierzelt gekürzt und auf eine Bühnenseite reduziert. Doch das sollte der Stimmung während der Hochphasen des Wochenendes keinen Abbruch bescheren.

Gefeiert wurde bis spät in die Nacht hinein. Der 18-jährige Peter Kretschmar aus Kitzen bei Pegau war gleich mit einem riesigen Freundeskreis angereist. „Wir sind bestimmt mit neun Autos hergefahren“, erzählte er – und gestand, dass er zuvor noch nie hier war. Aber der gute Ruf des Dorffestes hatte ihn gelockt. Ein Ruf, der auch Show-Profis fasziniert: Ganz konzentriert auf der Bierbank, mit gutem Blick auf die Bühne, saß Frank Reddel und beobachtete den Auftritt der Gaudirocker. Er ist der Lichttechniker der Band Hit-Express aus Lunzenau. „Ich hole mir in Wintersdorf jedes Jahr Inspirationen für unsere Band, sofern wir nicht selbst einen Auftritt haben“, erzählte Reddel. Denn Wintersdorf habe immer etwas zu bieten, man könne sich einiges abschauen.

Und mancher Höhepunkt wirkt sogar länger nach. So wurde unter Salutschüssen am Sonnabend der Festbaum gesetzt und anschließend so mancher verdienstvolle Bürger geehrt. Genauso sind die Auszeichnungen der schönsten Gärten in Wintersdorf ein fester Bestandteil der Dorffesttradition.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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