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Altenburg Wintersdorfer Wassersportler eröffnen neue Bootshalle am Haselbacher See
Region Altenburg Wintersdorfer Wassersportler eröffnen neue Bootshalle am Haselbacher See
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05:15 08.05.2017
Die neue Bootshalle am Haselbacher See wurde ihrer Bestimmung übergeben. Anna-Linde sitzt in einem Opti – zusammen mit Michael Rothe, Chef vom Verein Aqua Fun in Wintersdorf. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz/Haselbach

Für Michael Rothe war vorgestern ein besonderer Festtag. Der Vorsitzende des Vereins Aqua Fun Wintersdorf erfüllte sich einen lang gehegten Traum und eröffnete um 16 Uhr im Beisein zahlreicher Mitglieder wie Unterstützer die neu errichtete, 375 Quadratmeter große Bootshalle am Haselbacher See. „Nun haben wir das umfangreichste Bauvorhaben in der Geschichte unseres Vereins zum Abschluss gebracht“, zeigte er sich hocherfreut. Es sei ein langer beschwerlicher Weg gewesen – von der Antragstellung der Fördermittel über die Erteilung der Baugenehmigung bis hin zur tatsächlichen Ausführung des Bauvorhabens. Ein Weg, der sowohl von Erfolg als auch von Rückschlägen geprägt war.

Vereinsmitglieder leisten 20 000 Euro Eigenmittel

Insgesamt knapp 100 000 Euro fielen für das ehrgeizige Projekt an. Der Landessportbund Thüringen gewährte einen Zuschuss in Höhe von 40 000 Euro. Dabei habe es sich um die höchstmögliche Förderung für Sportstätten gehandelt, so Rothe, der auch auf die verwendeten Eigenmittel des Vereins verwies, zudem nicht ohne Stolz ergänzte: „20 000 Euro trugen die Vereinsmitglieder in Eigenleistung bei. Das heißt vor allem, dass wir einen Großteil der Erdarbeiten selbst übernommen haben.“ So sei die gesamte Technik vor Ort ausschließlich von den Mitgliedern bedient worden. Dem im Jahr 2000 gegründeten Verein gehören aktuell fast 100 Personen an, fast die Hälfte sind Kinder und Jugendliche.

Reparaturarbeiten im Trockenen

Die 15 mal 25 Meter große Halle befindet sich unmittelbar neben dem Containerbau von Aqua Fun auf dem Vereinsgelände. Sie war dringend nötig, um Ausrüstung und Material der Wassersportler ordentlich unterbringen zu können: zum Beispiel die beiden Drachenboote, mehrere Kutter, die Segel und Ruderriemen sowie die kleinen Wasserfahrzeuge für Kinder. „Bisher mussten wir im Winter immer auf verschiedene Gebäude in der Umgebung zurückgreifen. Teilweise standen Boote sogar im Freien“, führte der 45-jährige Vereinschef aus. Ab sofort könne jedoch alles zentral am See gelagert und bei Bedarf im Trockenen repariert werden. Die Fassade ist in schlichtem Grau gehalten. „Wir haben ganz bewusst auf weiß verzichtet, um möglichst nicht aufzufallen und die Natur zu schonen. Der Architekt meinte schon, dass der Farbton das Haus fast verschluckt.“

500 Tonnen Kies für mehr Bodenstabilität

Die Arbeiten an der Bootshalle reichten bis in den vergangenen Sommer zurück. Zuvor waren zwei Anläufe im Bauausschuss der Stadt Meuselwitz vonnöten. Abweichungen zum gültigen Bebauungsplan erforderten die Zustimmung des Gremiums. Vor Ort hatten die fleißigen Helfer mit einem „sehr schlechten Baugrund“ zu kämpfen, wie Rothe schilderte. Demnach musste das Gelände bis in eine Tiefe von einem Meter abgetragen und anschließend mit 500 Tonnen Kies aus der Kiesgrube Meuselwitz wieder aufgefüllt werden. „Das war eine Mammutaufgabe. Wir hatten die Menge an Kies vollkommen unterschätzt“, gab Rothe unverhohlen preis. Mit dem benachbarten Tauchclub Wintersdorf sei aber alles frühzeitig abgesprochen worden. „Für die Taucher gab es ja einige Einschränkungen. Sie haben aber viel Nachsicht gezeigt und uns zuletzt sogar mehrfach geholfen.“

Von Matthias Klöppel

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