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"Wir bieten die Reha vor der Reha an"

"Wir bieten die Reha vor der Reha an"

Manuela Sipli: In unserer Klinik halten wir je 30 Plätze für Patienten mit orthopädischen und 30 Plätze für Patienten mit neurologischen Erkrankungen bereit.

Frage: Wer kann zur Reha kommen?

 

Die Behandlungen entspre- chen inhaltlich dem Angebot einer stationären Rehabilitation. Dazu steht ein gut 40-köpfiges interdisziplinä- res Team, bestehend aus Physiothe rapeuten, Ergotherapeuten, Sportthe- rapeuten, Schwestern, Psychologen und Neuropsychologen, Ernährungsberatern, Sozialarbeitern und Ärzten beider Fachrichtungen, zur Verfügung.

 

Bekommt jeder Patient ein einheitliches Reha-Programm?

 

Nein, natürlich nicht. Das Programm legt der betreuende Arzt bei der Aufnahme fest. Nicht jeder Patient braucht alle Therapien. Das Programm, bestehend aus Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie am Gerät, Gruppentherapie, Sozialberatung, Ernährungsberatung und Psychologischer Beratung, wird individuell vom Arzt festgelegt, um so den besten Therapieeffekt zu erzielen.

 

Wie muss man sich den Ablauf vorstellen?

 

Die Patienten absolvieren ihr Programm von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr. Im Therapieplan sind zwischen den Behandlungen neben einem Mittagessen auch individuelle Pausen vorgesehen. Am Wochenende sind die Patienten dann zu Hause.

 

Wie und wann bekomme ich eine solche Maßnahme?

 

Man muss unterscheiden zwischen einer Maßnahme direkt nach einem Krankenhausaufenthalt und einem Heilverfahren. Die Rehabilitation nach einem Krankenhausaufenthalt nennen wir Anschlussheilbehandlung (AHB). Diese wird - sofern notwendig - vom Krankenhausarzt beantragt. Ansonsten können auch niedergelassene Ärzte eine Reha-Maßnahme bei uns beantragen. Es sollte dann auf dem Antrag stehen, dass der Patient die Reha wünscht. Die Aussicht auf Erfolg ist insgesamt bei einer ambulanten Rehabilitation größer, da die Kostenträger hier viel Geld sparen - bei gleicher Leistung verglichen mit einer stationären Therapie.

 

Muss ich zu einer solchen Rehabilitationsmaßnahme selber fahren?

 

Wer möchte und kann, darf täglich selbst zu uns fahren. Ein Parkplatz steht vor dem Haus zur Verfügung. Ansonsten haben wir für den Transport der Patienten aus dem Altenburger Land im Umkreis von ca. 30 Kilometer einen Fahrdienst in Kooperation mit dem Fahrdienst Golla. Besonders erwähnenswert ist, dass wir auch für ausgewählte Patienten einen Fahrdienst zum Reha-Sport anbieten. Das erfolgt dann in Zusammenarbeit mit unserem Verein dem SV Rositz.

 

Wie weit reichen die Angebote?

 

Nach 14 Uhr bieten wir zum Beispiel für Patienten, die eine Rehabilitation abgeschlossen haben Nachsorgeprogramme an, wie etwa IRENA und Reha-Sport und führen Behandlungen durch.

 

Also kann man auch mit einem Rezept kommen?

 

Selbstverständlich. Unser Team besteht aus 15 hochkompetenten Therapeuten, die im Bereich Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie auch Rezeptpatienten in unseren hochmodernen Räumlichkeiten behandeln.

 

Muss man denn erst richtig krank sein, um behandelt zu werden?

 

Man kann natürlich vorbeugend viel tun. Das Neueste ist die Zulassung unseres Hauses für die sogenannte Primärprävention. Das ist sozusagen die Reha vor der Reha und vor allem interessant für Arbeitgeber, die merken, dass besonders gefährdete Berufsgruppen (Schichtarbeiter, Arbeiter mit einseitiger Tätigkeit) in ihrer Leistungsfähigkeit nachlassen und häufiger krank sind. Zum Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit und zum Erlernen von Stressmanagement ist diese Art der vorbeugenden Maßnahme sehr sinnvoll, zumal man über viele Wochen berufsbegleitend bei uns Angebote nutzen kann. Die Kosten dafür trägt die Deutsche Rentenversicherung.

OVZ

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