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Altenburg "Wir rechnen jeden Tag damit"
Region Altenburg "Wir rechnen jeden Tag damit"
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19:22 24.09.2013

Landrätin Michaele Sojka (Linke) hofft nun, dass bald Abschlagszahlungen gewährt werden, damit wichtige Reparaturen, wie beispielsweise an der Regelschule Meuselwitz, so schnell wie möglich beginnen können.

Das gesamte Untergeschoss der Schule und das Mehrzweckgebäude können wegen der Wasserschäden nach wie vor nicht genutzt werden. Zur Absicherung des Unterrichts wurden Räume im Meuselwitzer Bildungszentrum IFW angemietet. Das Mittagessen wird provisorisch in einem Unterrichtsraum eingenommen, und zwar aus Assietten, was aus hygienischen Gründen nur eine gewisse Zeit erlaubt ist. Das Schulgebäude müsste dringend saniert werden - und mit den Hilfsgeldern des Bundes wäre dies auch möglich. Nur sie fließen nicht.

Nicht ein einziger Bewilligungsbescheid sei bislang rausgegeben worden. Das teilte gestern die Landrätin vor der Presse mit. Zugleich informierte sie über einen Beschluss des Kreisausschusses vom Montag dieser Woche, in dem die 20 wichtigsten Sanierungs-Projekte des Landkreises nach ihrer Dringlichkeit aufgelistet sind. Alles in allem für rund vier Millionen Euro. Ganz oben stehen die Meuselwitzer Regelschule und die ebenso dringend nötige Sanierung der Brücke über den Mühlgraben in Treben.

Mit diesem Beschluss kommt der Landkreis Forderungen des Landes bei der Gewährung von Hochwasserhilfen nach. Danach müssen die Listen mit Rang- und Reihenfolge sowie rechtlichen Stellungnahmen an eine Programmbestätigungskommission des Freistaates geleitet werden. Dieses befürwortet einen Maßnahmenplan, worauf nun die Zuschussanträge gestellt werden. Doch ein solches Bürokratie-Monster schluckt Zeit. Zeit, die beispielsweise bei der Sanierung der Regelschule Meuselwitz niemand hat. Die Landrätin hofft mit der schnellen Einreichung ihrer Dringlichkeitsliste nicht nur auf eine zügige Bearbeitung, sondern auch auf Abschlagszahlungen, damit möglichst noch vor dem Winter mit dringenden Arbeiten begonnen werden kann. Noch aber fehlen dafür Unterlagen des Landes. Auch die Leiterin der Hochwasser-Servicestelle im Landratsamt, Dorit Bieber, hofft, dass sie bald eintrudeln: "Wir rechnen jeden Tag damit."

Von dem Aufbauhilfe-Programm des Bundes können auch private Haushalte für die Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Hausrat profitieren. Die Anträge dafür halten sich im Altenburger Land bislang in Grenzen. Um die Bürger über diese Fördermöglichkeit zu informieren, sind nun in zehn besonders vom Hochwasser betroffenen Orten Sprechtage der Servicestelle geplant. Der erste findet am nächsten Dienstag in Gößnitz statt. Die Anträge, die auch im Internet abrufbar sind, werden in den jeweiligen Gemeinden abgegeben und von dort an das Landratsamt weitergeleitet.

@www.altenburgerland.de/Hochwasser

Jens Rosenkranz

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