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Altenburg Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee bringt Millionenscheck nach Altenburg
Region Altenburg Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee bringt Millionenscheck nach Altenburg
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12:22 30.03.2018
Kollektive Freude: Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (Mitte) übergibt den Förderscheck über fast 4,8 Millionen Euro an Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (r.) und Waba-Chef Martin Wenzel. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Bester Laune betrat Wolfgang Tiefensee den Beratungsraum des Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebs Altenburg (Waba). „Hier geht’s gut zu, da sage ich alle meine Termine ab“, scherzte der SPD-Wirtschaftsminister am Mittwochmittag beim Blick auf die gut 20-köpfige Runde, die mit herzhaften Häppchen, Kuchen und Getränke garniert war. Sein Stimmungshoch, wie auch das von Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und Waba-Chef Martin Wenzel, hatte aber noch einen anderen Grund: einen Förderscheck über 4,87 Millionen Euro, den Tiefensee übergab, damit die Abwasseranlagen des Gewerbegebiets Poschwitz erweitert werden können.

Im Detail ist geplant, eine 7,4 Kilometer lange Schmutzwasserdruckleitung durch Altenburg bis zur Kläranlage Primmelwitz neu zu bauen. Zudem wird im Gewerbegebiet ein Regenrückhaltekanal mit einer Speicherkapazität von 1290 Kubikmetern errichtet. Dieser ist nötig, um das Wasser auf 460 Liter je Sekunde drosseln zu können. Ansonsten darf es nicht in die Pleiße geleitet werden. Außerdem sollen am Poschwitzer Park und an der Remsaer Straße zwei Pumpwerke entstehen. Als Ausgleich für die zusätzlich zu versiegelnden Flächen werden die gelben Ruinen an der Leipziger Straße Richtung Plateauwiesen und die Garagen in der Zwickauer Straße hinter der Tennisanlage abgerissen und die frei werdenden Flächen begrünt.

Beginnen soll der Abriss an beiden Standorten laut Wolf noch in diesem Jahr. An der Zwickauer Straße werde allerdings in zwei Abschnitten zeitversetzt gearbeitet. „Bei einigen Garagen sind wir jetzt erst dabei, diese frei zu lenken, bekanntermaßen gibt es dort aber Widerstand“, erklärte das Stadtoberhaupt. Laufen soll das Ganze parallel zu den Maßnahmen in Poschwitz, die laut Plan jedoch erst im April 2017 beginnen und bis September 2018 dauern sollen. Insgesamt kostet das Projekt fast 5,62 Millionen Euro.

Hintergrund des Ausbaus der Abwasseranlagen im Norden der Stadt ist neben den Expansionsplänen der Altenburger Senf und Feinkost GmbH vor allem die Südost Fleisch GmbH. Der Schlachthof hatte 2014 die Produktionskapazität von 440 auf 660 Tonnen pro Tag erhöht, dies aber nur per Ausnahmegenehmigung erlaubt bekommen. Um eine dauerhafte Erlaubnis zu erhalten, braucht es die Erweiterung der Abwasseranlagen.

„Wir sind stolz, dass wir den Schlachthof haben“, sagte OB Wolf. „Er hat die Schlachtzahlen erhöht, was Arbeitsplätze schafft. Aber wir wollen auch für das gesamte Gewerbegebiet bessere Bedingungen schaffen.“ Dieses sei mit 30 Unternehmen und rund 700 Beschäftigten auf 31 Hektar extrem wichtig für Altenburg. Außerdem bekomme man dadurch auch die „angespannte Lage in der Bevölkerung wegen der Geruchsbelastung“ in den Griff und tue etwas für den Hochwasserschutz.

Neben der Sicherung des Standorts liegt Tiefensee eine mögliche Erweiterung am Herz: „Durch die Maßnahmen werden auch die Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen geschaffen, denn wir können noch mehr Betriebe und Jobs gebrauchen.“

Von Thomas Haegeler

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