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Wismut veröffentlicht Umweltbericht 2016

Sanierungsgebiet Wismut veröffentlicht Umweltbericht 2016

Im Kampf gegen die Altlasten des Uran-Bergbaus in Sachsen und Thüringen gehen die Sanierungsarbeiten weiter. Im vergangenen Jahr standen 134 Millionen Euro dafür zur Verfügung, wie die Wismut GmbH in ihrem Umweltbericht 2016 mitteilte. An vielen Standorten näherten sich die „physischen Arbeiten“ mittlerweile dem Ende.

Prägten über Jahre die Landschaft: die Kegelhalden im einstigen Uranerzrevier um Ronneburg.

Quelle: dpa

Ronneburg. Die in Chemnitz ansässige Wismut GmbH hat ihren Umweltbericht für das Jahr 2016 veröffentlicht. Die Bilanz nach 25 Jahren Sanierungsarbeiten und 6,2 Milliarden Euro staatlicher Zuschüsse: „Die physischen Arbeiten gehen dem Ende entgegen.“ Abgeschlossen ist damit aber noch nichts, denn: „An den Thüringer Standorten werden die Arbeiten am längsten dauern“, heißt es in dem Bericht.

Besonders aufwendig gestalten sich die Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Tagebau in Ronneburg. 2016 wurde der Flutungspegel in den Grubenfeldern südlich der A4 um weitere sechs Meter abgesenkt, dazu wurde die Wasserbehandlungsanlage (WBA) Ronneburg mit voller Leistung betrieben. „Sie konnte nun abgeschaltet werden und wird in den kommenden Wochen einer Generalinspektion unterzogen.“

Rückblick: 1991 wurde das 38 Schächte umfassende Grubengebäude mit einem Gesamthohlraum von rund 27 Millionen Kubikmetern zur Flutung vorbereitet. Dabei wurden unter anderem Wasserschadstoffe aus der Grube entfernt und circa 120 hydraulische Absperrbauwerke in der Grube errichtet. 1998 begann die Flutung der Grubenfelder südlich der Autobahn 4, im Jahr 2000 folgte die Flutung der nördlichen Felder. Im Juni 2004 hatte der Wasserspiegel ein Niveau von etwa 200 Metern erreicht. Probleme bereitete die Schadstoffkontamination des Flutungswassers, die eine unbehandelte Abgabe nicht zuließ, weshalb der Bau der WBA Ronneburg erforderlich war. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Wasserbehandlung noch über einen Zeitraum von 25 Jahren betrieben werden muss.

Insgesamt acht Milliarden Euro – so die Prognose – werden sämtliche Sanierungsarbeiten der ehemaligen Uranbergbauanlagen in Sachsen und Thüringen bis 2045 kosten. Bis 2028 sollen auch die Arbeiten am längsten Projekt, der Absetzanlage Culmitzsch bei Seelingstädt, abgeschlossen sein. Durch das Einbringen einer sogenannten Vertikaldrainage konnte hier 2016 „eine grundlegende Etappe gemeistert“ werden.

Weitere Informationen und Berichte auf www.wismut.de

Von Christian Neffe

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