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Altenburg Wissenschafts-Nachwuchs im Kulturhaus Rositz
Region Altenburg Wissenschafts-Nachwuchs im Kulturhaus Rositz
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19:30 03.03.2017
Dicht gedrängt: 140 Teilnehmer präsentierten insgesamt 64 Forschungsprojekte der Öffentlichkeit, bevor die Preisträger bekannt gegeben wurden. Quelle: Mario Jahn
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Rositz

Sie haben getüftelt, analysiert, gerechnet und geforscht. Jetzt stellten 140 Teilnehmer ihre insgesamt 64 Projekte bei der 23. Ostthüringer Regionalmesse „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ im Kulturhaus in Rositz vor. Jeweils neun Projekte dürfen als Sieger die Region beim Landesfinale am 22. und 23. März in Jena vertreten und dort auf den Einzug in das Bundesfinale hoffen. Die Sieger wurden von einer 30-köpfigen Jury aus Lehrern, Vertretern der Wirtschaft und Geschäftsführern bestimmt. „Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr so viele Kinder und Jugendliche wie nie an dem Wettbewerb teilgenommen haben“, sagte Heinz Teichmann, Patenbeauftragter der Veranstaltung.

Insgesamt 18 Schulen aus Ostthüringen, von Altenburg, Meuselwitz, Rositz, Schmölln, Stadtroda, Greiz, Gera und Weida waren dabei. Schwerpunktgebiete für die Forschungsprojekte sind die Gebiete Biologie, Geo- und Raumwissenschaften, Chemie sowie Physik und Technik.

Hier einige Projekte und Preisträger im Detail:

Malte Reinstein mit D120, Casino- und D6-Spielwürfel. Quelle: Mario Jahn

Alea iacta est – Die Würfel sind gefallen!

Malte Reinstein, 13 Jahre, Friedrich-Gymnasium Altenburg, 1. Platz Mathematik/Informatik:

Für sein Projekt hat der Schüler insgesamt 60 000 mal gewürfelt. Mit sechs verschiedenen Würfeln – vom Spielwürfel, wie ihn jeder kennt, bis zum D120 Würfel „Ziel meiner Forschung war es, herauszufinden, ob Würfel fair sind“, erklärt Malte. Seine Analysen hat er in vielen Excel-Tabellen aufgelistet und ausgewertet. Das Ergebnis zeigt: Nur Casino Würfel sind wirklich fair. Das bedeutet, auch bei Zufallsprinzipien ist Skepsis geboten. Um all seine Würfel zusammen zu bekommen, war kein Weg zu weit. „Der Casino-Würfel kommt aus Las Vegas und der D120 Würfel direkt vom Erfinder.“

Oliver Lisker, Annalena Seyfert und Carolin Charous entwickeln Therapieidee. Quelle: Mario Jahn

Eine ADHS-Therapie – Bewegung statt Tabletten

Caroline Charous, Annalena Seyfert, Oliver Lisker, 18 Jahre, Seckendorff-Gymnasium Meuselwitz, u.a. Sonderpreis der Sparkasse:

Ansatz der drei Schüler ist es, zu zeigen, dass man ADHS nicht nur mit Medikamenten therapieren kann. „Wir haben ein Modell entwickelt, bei dem betroffene Kinder zuhause mit ihren Eltern üben können“, erklären sie. „Dazu haben wir einen Konzentrations- und einen Bewegungsteil konzipiert.“ Im ersten Teil wird etwa Malen nach Zahlen angewendet. Im zweiten dann bunte Karten, wobei jede Karte für eine Bewegung steht, etwa Hüpfen. Die Karten können auch kombiniert werden und müssen von den Kindern in der Reihenfolge absolviert werden.

Johanna Wiechert, Kati Schöne und Mara Leuschner untersuchten Pollen. Quelle: Mario Jahn

Vergleich von Honig in Abhängigkeit von Pflanzen

Mara Leuschner, 10 Jahre, Kati Schöne, Johanna Wiechert, 11 Jahre, Roman-Herzog-Gymnasium Schmölln, Sonderpreis Mauritianum Altenburg, 1. Platz Biologie:

„Wir haben drei Sorten Honig nach Aussehen, Geschmack und Konsistenz untersucht“, erklären die drei Mädchen. „Außerdem haben wir unter dem Mikroskop geschaut, welche Pollensorten in den Honigen vorkommen.“ Dafür wurde der Honig zuerst in einer Zentrifuge geschleudert und dann unter dem Mikroskop betrachtet. „Es gibt sehr viele verschiedene Pollen. Aber sehr oft kamen Linden und Rapspollen vor“, so die drei Nachwuchsforscherinnen. Seit Oktober letzten Jahres haben sie an dem Projekt gearbeitet.

Inga Lovisa Endtmann interessiert sich für Jahrtausende alten Bernstein. Quelle: Mario Jahn

Bernstein – Tränen der Götter

Inga Lovisa Endtmann, 11 Jahre, Friedrich-Gymnasium Altenburg, 1. Platz Geo- und Raumwissenschaften:

Anhand von Dichte bestimmt die Schülerin die Art von Bernsteinen. „Diese ist unter anderem ein Merkmal, um die Sorte zu erkennen“, weiß sie. Außerdem die äußere Beschaffenheit. „Eigentlich wollte ich Bernsteine nach ihrer Lichtdurchlässigkeit untersuchen und anhand derer die Art des Bernsteins bestimmen“, beschreibt die Schülerin ihren ersten Ansatz. Dieser ließ sich aber aufgrund der Beschaffenheit nicht umsetzten. Also entschied sie sich für den anderen Weg. Sie hat Steine aus der Lausitz, Bitterfeld und der Dominikanischen Republik untersucht.

Von Tatjana Kulpa

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