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Wo Weihnachtsbäume in Altenburg günstig sind

Wo Weihnachtsbäume in Altenburg günstig sind

Symmetrisch gewachsen, saftig grün und gut duftend - so wünschen sich Verbraucher ihren Weihnachtsbaum. Doch wo erhalten Kunden den besten Preis? Und wo gibt es auch noch kurz vor Ultimo eine Tanne oder Fichte zu erstehen? OVZ begab sich auf Suche.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Alexander Laboda

 

m Altenburger Zentrum sieht man die Tanne vor lauter Bäumen nicht mehr. Dutzende Weihnachtsbäume warten hier auf einen Käufer. Werner Kohler, Chef der gleichnamigen Gärtnerei in Ziegelheim, hat die grüne Ware hier aufgefahren, bringt sie jetzt im Akkord an die Kundschaft.

"Die erste Entscheidung ist doch immer die beste, den nehme ich", sagt eine Kundin und zeigt auf eine kleine, etwa 160 Zentimeter große Nordmanntanne. Beherzt packt Kohler zu, schleppt die Tanne einige Meter zu einem jener Geräte, mit denen Baumverkäufer allerorten ihre Produkte einpacken. "Es läuft dieses Jahr unglaublich gut, so gut wie noch nie eigentlich", erzählt Kohler vergnügt.

Und wenn er dies sagt, muss es stimmen. Immerhin verkauft Kohler bereits seit 17 Jahren Weihnachtsbäume. Warum es gerade dieses Jahr so gut läuft, weiß aber auch der Ziegelheimer nicht genau. "Vielleicht liegt es an den Dingen, die unsere Politiker in letzter Zeit so beschließen", bringt der Experte die nicht enden wollende Finanzkrise als Erklärung ins Spiel. Frei nach dem Motto: Wenn das Geld bald ohnehin nichts mehr wert ist, gönnen wir uns zum Trost wenigstens noch einen Weihnachtsbaum.

Bei Kohler kostet dieses Vergnügen zwischen 14 Euro für eine eineinhalb Meter große Blaufichte und bis zu 39 Euro für eine dreieinhalb Meter hohe Nordmanntanne. Letztere werden bei Kohler - wie überall - etwas mehr nachgefragt. Der Preisunterschied erklärt sich übrigens recht simpel. Die Tannen brauchen schlicht länger, um zu wachsen. "Eine Fichte braucht im Schnitt acht, eine Tanne zwölf Jahre, um die nötige Höhe zu erreichen", erklärt Kohler und reicht zum Abschied lediglich seinen Ärmel, weil die großen Handschuhe vom Harz zu klebrig sind. Schon bald sei er ausverkauft, sagt der Unternehmer noch. Zu Heiligabend werden spontane Last-Minute-Käufer bei ihm wohl keinen Baum mehr erstehen können.

In so überschwänglicher Stimmung ist Jens Müller nicht. "Wenn man die Stückzahlen ansieht, haben wir etwas mehr verkauft als letztes Jahr. So gravierend ist das aber nicht", erzählt der Inhaber von Holz-Schmidt in der

17. Das Geschäft mit den Bäumen habe in diesem Jahr allerdings durch den frühen ersten Advent sehr zeitig begonnen. "Vielleicht kommt mir und meinen Mitarbeitern der Verkauf deshalb so zäh vor." Müller hat seine Bäume verschiedenen Händlern in der Region abgekauft. Trotz des Zwischenschritts sind die Preise niedriger als am Markt. Blaufichten kosten je nach Größe 15 bis 25 Euro, Nordmanntannen zwischen 20 und 32 Euro. Die letzten Bäume werden voraussichtlich am 22. oder 23. Dezember eingenetzt.

 

So runde Summen zeigen die Schilder beim Praktiker-Markt in

nicht. Hier erhält die Kundschaft Bäume zum Discountpreis. Die 1,20 Meter große Blaufichte kostet 9,99 Euro, ein bis zu zwei Meter großes Exemplar 14,99. Bei den Nordmanntannen variiert der Preis zwischen 14,99 und 34,99 Euro. "Zurzeit haben wir außerdem eine Aktion. Je nachdem, an welchem Tag der Kunde kauft, erhält er noch eine andere Pflanze, zum Beispiel eine Orchidee dazu", wirbt der stellvertretende Filialleiter Thomas Müller. Bis einschließlich Heiligabend will Praktiker die Bäume anbieten und zur Not noch Exemplare von anderen Filialen anfordern. Mit 1500 Bäumen ist der Heimwerkermarkt ins Rennen gegangen.

 

I

verkauft Bert Mahler von der gleichnamigen Gärtnerei Weihnachtsbäume. Viele Kunden aus der Skatstadt und der Region würden einen kleinen Anfahrtsweg aber gerne in Kauf nehmen, behauptet der Geschäftsführer. "Wir haben eigentlich jedes Jahr eine gleichbleibende Kundschaft und sind in diesem Jahr zufrieden", sagt Mahler. Die meisten kämen jedes Jahr wieder. Ab zwölf Euro könne man bei ihm eine kleine Fichte erstehen. Die größten Blaufichten kosteten 20 Euro. Bei Nordmanntannen seien die günstigsten Exemplare für 19 Euro zu haben, die größten für 30 Euro.

 

Die Preise der befragten Altenburger Händler liegen im deutschlandweiten Durchschnitt. Wie der Bundesverband der Deutschen Holzindustrie am Wochenende mitteilte, bewege sich der Preis für eine Nordmanntanne zwischen Flensburg und München zwischen 16 und 20 Euro pro Meter. Bei der Blaufichte seien es zehn bis 14 Euro. Die Kosten für den Christbaum seien damit in diesem Jahr stabil geblieben. Seit 2000 ist der Umsatz der Branche mit den Bäumen allerdings kontinuierlich von etwa 400 auf 700 Millionen Euro gestiegen. Als Ursachen des Wachstums gab der Verband eine steigende Zahl von Single-Haushalten sowie den Trend zum "Zweitbaum" an.

Weihnachtsbäume gibt es ebenso morgen von 9 bis 15 Uhr im Forstamt Wilchwitz.

 

Glänzende Kugeln in Rot- und Brauntönen, dazu Schmuck in traditionellen Formen wie Engeln, Weihnachtsmännern und kleinen Vögelchen: Beim Schmücken des Tannenbaumes geht es in diesem Jahr tendenziell nostalgisch zu. Futuristische, moderne Formen, wie sie in den Vorjahren gefragt waren, seien eher aus der Mode, sagte der Geschäftsführer des Thüringer Christbaumschmuck-Herstellers Krebs Glas, Gerd Ross. Verunsicherungen wegen der Euro-Turbulenzen machten sich demnach am Weihnachtsbaum noch nicht bemerkbar. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in Zeiten, in denen es den Leuten gut geht, warme Farben dominieren."

Insgesamt sei in Deutschland ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten. Während im Süden der Republik der Weihnachtsbaum eher traditionell rot, gold oder silbern geschmückt wird, werden weiter nördlich gern modernere Kreationen gewagt und der Baum braun, hellgrün oder lila angeputzt, wie Ross erläuterte. "Lametta ist eher rückläufig, stattdessen wird zu Girlanden, Schleifen oder Feenhaar gegriffen." Echte Kerzen am Baum gebe es zwar noch, doch würden diese nur selten angezündet. Der Trend gehe zu LED-Lichterketten oder kabellosen elektrischen Kerzen.

Auffällig sei, dass die Verbraucher zwar seit einigen Jahren verstärkt zu günstiger Ware aus Asien griffen, aber dennoch durch einzelne teurere Stücke versuchten, an ihrem Christbaum besondere Akzente zu setzen.

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