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Altenburg Wohlfühloasen öffnen im Landkreis ihre Tore
Region Altenburg Wohlfühloasen öffnen im Landkreis ihre Tore
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19:09 12.06.2018
Was für eine Pracht: Auch Familie Linke in der Dreschaer Dorfstraße hatte ihren Garten am Sonntag geöffnet. Seit 40 Jahren hat das Ehepaar diesen Garten und spezialisiert sich nun schon seit einem Jahrzehnt auf Rosen. Quelle: Eva Anna-Lena Zorn
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Altenburg

Zeigt her eure Gärten, zeigt her euer Beet, was herrlich grünt und blüht, wurde mühsam gesät. Einen grünen Daumen, den scheinen so einige aus dem Altenburger Land zu haben. Denn wenn man momentan gemütlich durch den Landkreis fährt, gibt es jede Menge Vorgärten in voller Farbenpracht zu sehen. Vergangenen Sonntag durften Interessierte dann aber auch einmal hinter die Kulissen blicken. Ganze 14 Gärten, zumeist von Privatpersonen, öffneten ihre Tore für Inspirationen, Geheimtipps oder einen leckeren Kaffee.

Schon im vierten Jahr mit dabei war Familie Bohne. Das Ehepaar wohnt in Zschöpperitz. Unscheinbar liegt das Grundstück am Anfang der Gartenstraße. Kleine Blumentafeln mit Kreideschriftzug wiesen den Weg. Doch verlaufen konnte man sich nicht, denn mit Betreten des Grundstücks begrüßten Kerstin und Volker Bohne jeden Gast recht herzlich und gaben eine kleine Einweisung.

Verspielte Details im Garten von Familie Bohne

Aus einer Gießkanne sprudelt klares Wasser in den kleinen Teich. Alte Schuhe, bestückt mit Pflanzen, stehen neben den Trittplatten, die sich den Weg durch die 1500-Quadratmeter-Anlage bahnen. Mitten im Grün aufgebaut sind Modelle von der Lumpziger Bockwindmühle und dem Elternhaus von Volker Bohne. Viele Kleinigkeiten, dekorieren verspielt so manche Ecke. Und für die, die ihre EDV-, Informatik- und Mathekenntnisse noch einmal auffrischen wollten, gab es ein Rechen-Zentrum mit Rechen in allen Farben und Formen.

„Den Garten gestalten, das ist meins“, gibt Karin Pohle zu. Sie zeigt ihren bäuerlichen Naturgarten der zum Familienbetrieb Pohle Agrar in Göhren gehört. Doch ganz allein hat sie ihn nicht gestaltet. Unterstützung bei der Bepflanzung der 2000 Quadratmeter hatte sie von Andreas Hornung. Der ehemalige Gärtnermeister ist seit 2008 in der privaten Gartengestaltung tätig. Er begeistert sich sehr für den Tag der offenen Gärten im Altenburger Land. „Schade, dass wir sowas nicht bei uns haben. Da würde ich mich auf jeden Fall mit meinem Garten einbringen“, sagt der Glauchauer.

Ein paar Meter weiter unterm großen Kirschbaum steht der nächste Gartenexperte. Rolf Kipping aus Borna ist gelernter Gärtner und Gartenbesucher von der ersten Stunde an. Er erklärt: „Ich kenne die Initiatorin Frau Burkhardt persönlich. Sie hat auch einen fantastischen Garten.“ Ebenso von ihm hoch gelobt wird der Altenburger Rosengarten von Familie Linke.

Rosenpracht bei Familie Linke

Strahlende Farben, ein betörender Duft und das Gefühl, in Rosen zu baden - ganz am Ende der Dreschaer Dorfstraße in Altenburg war das möglich. Rosen sind rot, Rosen sind weiß, gelb, rosa, lila, orange. Viele Eindrücke blühten auf. Seit 40 Jahren hat das Ehepaar diesen Garten und spezialisiert sich nun schon seit einem Jahrzehnt auf Rosen. Da ist es natürlich klar, dass der eine oder andere Geheimtipp zur Pflege schnell parat ist.

„Damit die Rosen so schön groß und voll blühen, benötigt man zu allererst die richtige Sorte. Natürlich sind auch der richtige Standort und das Düngen wichtig“, erfährt man bei Frau Linke. Was zudem noch zu beachten sei: „Nie eine neue Rose auf den Platz einer eingegangenen alten Rose setzten. Das verträgt sich nicht!“

Und damit ran an den Spaten, die Harke oder das Rechen-Zentrum, denn Gartenarbeit entspannt nicht nur – wenn man fertig ist, macht es auch glücklich.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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