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Altenburg Wohngemeinschaften sind nicht nur ein Konzept für Studenten
Region Altenburg Wohngemeinschaften sind nicht nur ein Konzept für Studenten
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00:18 05.03.2017
Die neue Senioren-WG der Awo im Penkwitzer Weg in Meuselwitz. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Bodentiefe Fenster zum Innenhof, eine großzügige Gemeinschaftsküche mit Essbereich und offenem Wohnzimmer. Die neue Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Penkwitzer Weg in Meuselwitz macht auf den ersten Blick den Eindruck, dass man sich hier wohlfühlen kann. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist sie nun offiziell eingeweiht.

„Mit der Fertigstellung der Wohnanlage bringen wir eines der spannendsten Bauvorhaben der letzten Monate zum Abschluss und nehmen gleichzeitig eine der modernsten Pflegeeinrichtungen Thüringens in Betrieb“, sagte Michael Hack, Geschäftsführer der Awo AJS gGmbH. „Mit dieser Einrichtung schließen wir eine Lücke, die es bisher in der Versorgung von pflegebedürftigen Personen gab.“ Denn das Besondere an der Einrichtung ist, sie funktioniert wie eine klassische Wohngemeinschaft. In vier Wohngruppen leben jeweils zwölf Senioren zusammen. Jeder hat ein eigenes Zimmer mit Bad. Küche und Wohnzimmer werden gemeinsam genutzt.

Das Angebot richtet sich an all diejenigen, die nicht mehr alleine wohnen können, aber noch nicht die umfangreiche Betreuung wie in einem Pflegeheim benötigen.

„Dennoch stehen den Bewohnern rund um die Uhr Mitarbeiter der Awo im Haus zur Seite. Und auch Angebote des ambulanten Pflegedienstes können genutzt werden“, so Hack weiter.

Er warb in seiner Ansprache auch dafür, Angebote für die Pflege und Betreuung von Senioren weiter zu individualisieren und anzupassen und Begegnungs- und Beratungsstellen zu schaffen. „Vor allem im ländlichen Raum sind solche Strukturen wichtig.“ Im Altenburger Land sei hier aber auch schon viel geschafft worden.

Dass das Konzept einer WG nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Senioren gut ankommt, ist sicher: Schon sieben Bewohner leben in der Anlage. Die Nachfrage nach freien Zimmern ist hoch.

Neue Wege zu gehen und neue Lösungsansätze auszuprobieren – das hält auch Landrätin Michaele Sojka für einen richtigen Weg. „Wir im Altenburger Land sind immer aufgeschlossen.“ Denn mit Blick auf die Zukunft brauche es weitere Einrichtungen wie diese.

Zum einen, um ältere Menschen gut unterzubringen. Zum anderen aber auch, um Arbeitsplätze für die Erwachsenen von Morgen zu schaffen. „Wir sind zwar ein dicht besiedelter Landkreis, aber wir sind auch der älteste. Es muss also unsere Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass die Jugend nicht abwandert.“

Natürlich dürfen bei einer feierlichen Eröffnung auch Geschenke nicht fehlen. Kreisvorsitzender Lutz Dittel überreichte vier Bilder, von Annett Arnold aus dem Ortsverband Gößnitz gemalt. Jedes der Bilder wird in einer Wohngemeinschaft aufgehängt: Zur Kohlebahn, Orangerie, Marktplatz und Zum Hainbergsee.

Insgesamt fünf Millionen Euro hat die Awo in Meuselwitz investiert. Vergleichbare Wohnanlagen befinden sich unter anderem in Erfurt, Bad Langensalza und Altenburg. Projekte in Hildburghausen und Schmalkalden befinden sich im Bau.

Am Sonnabend haben Interessenten die Möglichkeit, sich die Einrichtung beim Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr anzuschauen. Für weitere Informationen, Anmeldung und Beratung steht die Einrichtungsleiterin Dagmar Lukas telefonisch unter 0172 9775440 oder per Mail unter dagmar.lukas@awo-thueringen.de zur Verfügung.

Von Tatjana Kulpa

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