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Wohnheim für Schwerstbehinderte - In Schmölln wird alte Villa vom DRK umgebaut / Freistaat fördert Bauvorhaben mit 848000Euro

Wohnheim für Schwerstbehinderte - In Schmölln wird alte Villa vom DRK umgebaut / Freistaat fördert Bauvorhaben mit 848000Euro

Einen Scheck über 848 000 Euro hat gestern der DRK-Kreisverband Altenburger Land erhalten. Das Thüringer Sozialministerium fördert damit die Einrichtung eines Wohnheims für behinderte Kinder und Jugendliche, das in der Bergstraße in Schmölln in den kommenden Monaten entsteht.

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Diese Villa wird zum Heim für Schwerstbehinderte umgebaut. Staatssekretär Hartmut Schubert (l.) informiert sich vor Ort über das Projekt.

Schmölln/Altenburg. Für insgesamt 1,9 Millionen Euro kann jetzt eine moderne Unterkunft für Schwerstbehinderte gebaut werden, so der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Ulf Müller. Vor zwei Jahren erwarb die Hilfsorganisation dafür das Grundstück in der Bergstraße 48 samt der darauf befindlichen Fabrikantenvilla. "Das in den 1890er-Jahren errichtete Haus muss grundhaft saniert und für die neue Nutzung umgebaut werden. Außerdem wird direkt an die Villa ein etwa gleichgroßer Neubau gesetzt", erläutert Müller das Vorhaben.

Benötigt wird das neue Objekt, in dem 16 Wohnheimplätze sowie acht Plätze für die ambulante Tagespflege entstehen, als Ersatz für die Einrichtung in Altenburg-Nord. "Diese ist vor 15 Jahren für Kinder und Jugendliche geschaffen worden. Inzwischen sind die Bewohner aber zum Teil erwachsen, sodass die Räumlichkeiten einfach nicht mehr ausreichen", erklärt der DRK-Chef. Um die beengten Verhältnise zu ändern, wurde schon vor vier Jahren mit der Alternativensuche begonnen. In Schmölln wurde die Hilfsorganisation schließlich fündig.

Der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit, Hartmut Schubert (SPD), nahm sich gestern die Zeit, die zukünftige Baustelle anzusehen, bevor er in der Altenburger Wohnstätte für schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche den Scheck übergab. "Es ist wichtig und notwendig, für die Kranken einen Ort anzubieten, an dem sie ver- und umsorgt werden können. Das hilft den Betroffenen in ihrer Entwicklung und unterstützt die Eltern bei der Pflege ihrer Kinder. Daher fördert das Sozialministerium die Umsetzung dieses Bauvorhabens", sagt Schubert.

Der DRK-Chef äußerte sich erfreut darüber, in Hartmut Schubert und Vize-Landrätin Christine Gräfe starke Unterstützer des Projekts gefunden zu haben, die sich für die Fördermittel-Bereitstellung einsetzten. Das DRK muss aus Eigenmitteln und Krediten weitere rund 1,1 Millionen Euro beisteuern.

Schon am Montag soll mit der Dachsanierung und dem Entkernen der alten Villa begonnen werden. Im Frühjahr kommenden Jahres ist geplant, mit dem Neubau zu starten. "Wenn die Witterung mitspielt und alles so klappt, wie wir es uns vorgestellt haben, dann können wir Ende 2013 fertig werden", kündigt Müller an.

Danach ziehen die Behinderten von Altenburg nach Schmölln um. Was aus dem Objekt in der Kreisstadt wird, sei noch nicht abschließend geklärt. In seiner alten Funktion werde es aber nicht weitergeführt, informiert Müller. Der mittel- und langfristige Bedarf an Plätzen für Schwerst- und Mehrfachbehinderte werde in Schmölln gedeckt. Müller: "Zum Glück gibt es aufgrund des medizinischen Fortschrittes heute nicht mehr so viele Fälle. Dazu kommt, dass heute betroffene Kinder und Jugendliche lange in ihren Familien betreut werden."

Jörg Reuter

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