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Altenburg Wohnraum für Behinderte in Rositz geschaffen
Region Altenburg Wohnraum für Behinderte in Rositz geschaffen
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17:32 13.02.2012
Rositz

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Von Marlies Neumann

"Derzeit schafft keiner Wohnraum für behinderte Menschen. Da der Bedarf danach wächst, haben wir uns als Verein der Lebenshilfe bereits 2010 entschlossen, uns darum zu kümmern", betonte Hans-Peter Jung, Geschäftsführer der Lebenshilfe zur Übergabe der drei sanierten Gebäude in der Altenburger Straße in Rositz. Die Suche nach geeigneten Immobilien in Altenburg sei an zu hohen Miet- und Umbaukosten gescheitert. "Deshalb haben wir in Rositz gesucht und von der Gemeinde den Tipp bekommen, die Häuser von der LEG zu kaufen", so Jung. Die Bausubstanz war in Ordnung, allerdings waren Ofenheizung, Elektrik und Fußbodenbeläge noch aus DDR-Zeiten.

Der Verein nahm 650 000 Euro, ohne einen Cent Förderung, in die Hand und beauftragte vorwiegend Firmen aus der Region mit den Arbeiten. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", lobte er und dankte den Vertretern der Unternehmen, die zur Einweihung gekommen waren.

Die einst grauen und tristen einstöckigen Wohnhäuser sind heute hell und freundlich. Verteilt auf die Gebäude, stehen sieben Wohnungen für behinderte Menschen zur Verfügung. In eine davon ist bereits eine junge Familie mit einem Kleinkind eingezogen. Die anderen werden in den nächsten Tagen von jeweils zwei behinderten Menschen bezogen.

Betreuung und Verwaltung der Quartiere übernimmt der familienentlastende Dienst der Lebenshilfe. Der hat in einem der Gebäude sein neues Domizil gefunden. Unter Leitung von Kerstin Schirmer bieten dessen Mitarbeiterinnen die unterschiedlichsten Freizeitbeschäftigungen für Behinderte aus Rositz und der Umgebung an. Darüber hinaus stehen hier Möglichkeiten zur Verfügung, kurzzeitig Menschen mit Behinderungen aufzunehmen.

In einem der Häuser ist zudem ein Förderbereich für Menschen entstanden, die nicht mehr am Arbeitsleben in der Werkstatt der Lebenshilfe teilnehmen können. Deren Zahl nehme immer mehr zu, berichtete Jung.

Derzeit läuft die Arbeit des Vereins der Lebenshilfe noch in der Werkstatt in Windischleuba zusammen. "Wir sind aber für den ganzen Kreis zuständig und müssen in Zukunft noch mehr Wert auf die ehrenamtliche Arbeit und die Elternkontakte legen. Deshalb wird in den nächsten Wochen der Vorstand des Vereins hier ebenfalls neue Räumlichkeiten beziehen", erklärte der Geschäftsführer.

"Nachdem wir bereits den Anbau für die Werkstatt selbst gestemmt und nun auch noch Häuser ohne jegliche Zuschüsse gekauft und saniert haben, können wir uns in den nächsten Jahren keine größeren Projekte leisten."

Es mache ihm ein wenig Angst, dass es so wenig Wohnungen für Behinderte gibt. "Es geht nicht, dass diese Menschen immer bei ihren Eltern leben oder dorthin zurückgehen", so seine Bedenken.

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