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Altenburg Wolfgang Krause geht auch im Kreistag zur SPD-Fraktion
Region Altenburg Wolfgang Krause geht auch im Kreistag zur SPD-Fraktion
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22:16 06.01.2012
Wolfgang Krause
Altenburg

Die 435 Stimmen, die der Skatstädter auf sich vereinigen konnte, reichten damals zwar nicht zum Einzug in den Kreistag. Doch jetzt ist er Nachrücker für FDP-Fraktionschef Karsten Schalla, der sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen zurückgab (OVZ berichtete).

Doch Krause hat inzwischen die Fronten gewechselt. Der selbstständige Kaufmann, der auf FDP-Liste bereits in den Altenburger Stadtrat einzog, hatte sich dort wegen gravierender Meinungsverschiedenheiten bei Areal am Markt und Flugplatz mit den Freien Demokraten überworfen. "Meine Position zu diesen beiden überaus wichtigen Themen fand ich einfach bei den Sozialdemokraten am besten wieder", sagte er. Er trat aus Partei und Fraktion aus und wechselte zur SPD-Fraktion. Genau das macht der 62-Jährige jetzt noch einmal.

"Ja, ich nehme das Mandat an und gehe als Parteiloser in die SPD-Fraktion", bestätigte er auf OVZ-Nachfrage. Die zweite Option, fraktionslos im Kreistag zu bleiben, sei für ihn nicht infrage gekommen. "Da sitzt man zwischen allen Stühlen. Außerdem braucht man, um seine Aufgabe richtig wahrnehmen zu können, ausreichend Informationen. Und die erhält man nur in einer Fraktion", begründete er seine Entscheidung.

Während bei der FDP damit nur noch vier Abgeordnete sitzen, erhöht sich die Zahl bei den Sozialdemokraten auf 13 - und entsprechend jubilieren sie. Nur wenige Stunden, nachdem Krause im Kreistagsbüro die Annahme seines Mandats erklärte, tat Fraktionschef Dirk Schwerd seine Freude in einer Pressemitteilung kund. In den Gesprächen mit Krause sei eine erhebliche Schnittmenge mit wesentlichen Zielen der SPD-Kreistagsfraktion deutlich geworden, heißt es.

Die Freien Demokraten hingegen sind richtig sauer. "Das ist Etikettenschwindel und Wählerbetrug. Die SPD klaut die Kirschen aus Nachbars Garten", macht der amtierende Fraktionschef Daniel Scheidel gegenüber OVZ aus seinem Herzen keine Mördergrube. "Was Wolfgang Krause gemacht hat, ist zwar legal. Aber ob es auch legitim und ehrenhaft ist, daran haben wir unsere Zweifel."

Scheidel bedauert zudem, dass mit dem Wechsel von Krause die ohnehin knappe Mehrheit des bürgerlichen Lagers im Kreistag weiter schmilzt. Nichtsdestotrotz werde die FDP aber auch mit vier Abgeordneten ihre Arbeit konstruktiv fortsetzen und im bevorstehenden Wahlkampf ihre Stimme erheben, "auch wenn wir voraussichtlich keinen eigenen Landrats-Kandidaten aufstellen werden". Ellen Paul

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