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Altenburg Wolkenband verhindert Hitzerekorde
Region Altenburg Wolkenband verhindert Hitzerekorde
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20:50 28.07.2013

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Und die Meteorologen sagen schon den nächsten Rekord-Versuch dieses Sommers voraus.

Von Günter Neumann

"Man brauchte nur sonntagfrüh aus dem Fenster zu gucken, um zu wissen: Das wird heute nichts mehr." Torsten Lehne vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig kann anhand seiner Daten genau erklären, warum die fürs Altenburger Land prognostizierten 38 Grad nicht erreicht wurden, die Temperaturen im Schnitt fünf bis sechs Grad niedriger ausfielen. "Schon vor der erst für die Nacht zum Montag erwarteten Kaltfront bildeten sich in der Nacht zum Sonntag fast aus dem Nichts einzelne Gewitterzellen, danach hielt sich bis gegen Mittag eine leichte Bewölkung. Da fehlen dann einfach die nötigen Sonnenstunden."

So war es alles in allem ein ganz normales Hochsommer-Wochenende. "Wir haben ja die Hundstage, und das sind nun mal meist die heißesten Tage des Jahres." Jetzt gibt es erst einmal eine kurze Wetterberuhigung samt Abkühlung, verspricht Lehne. "Aber ab Wochenmitte wird es auch im Altenburger Land wieder wärmer und zum Wochenende macht dieser Sommer den zweiten Anlauf auf Rekordwerte."

Für die Schwimmbäder hat es auch so gereicht, wie das Beispiel Südbad Altenburg zeigt. "Freitag 1116 Besucher, Sonnabend 1402, Sonntag 1032", blättert Schwimmmeister Olaf Pilling zufrieden seine Statistik durch. Was ihn besonders freut: Seit Mitte Juli liegen die Zahlen beständig über Tausend, teils sogar deutlich. Und auch wenn der Tagesrekord vom 19. Juni mit 1727 Besuchern wahrscheinlich nicht mehr zu toppen ist, so sieht inzwischen - nach einem sehr verhaltenen Start in den ersten fünf Wochen - alles nach einem guten Saisonergebnis aus. "Am Dienstag oder Mittwoch werden wir wohl die 30 000 schaffen, und alles, was danach kommt, ist sehr zufriedenstellend." Die Messungen lagen im Südbadbecken gestern übrigens bei 26 Grad. "Hallenbadtemperaturen", schmunzelt Pilling.

Mehr Arbeit mit der Hitze haben andere, beispielsweise die Rettungsdienste. Sie bringen die Hilfebedürftigen in der Regel ins Klinikum Altenburger Land. "Aber es ist nicht viel anders als an anderen Hochsommer-Wochenenden", schätzt gestern Nachmittag Schwester Susan von der Notfallbehandlung ein. "Vor allem chronisch Kranke, beispielsweise mit Herzleiden, und ältere Menschen haben bei diesen Temperaturen schnell Probleme." Dies sei bei rund einem Drittel der 50 bis 70 Patienten der Fall, die an so einem Wochenende Hilfe brauchen. Flüssigkeitsmangel könne mit Infusionen ausgeglichen werden. Die meisten dürfen noch am selben Tag wieder nach Hause. "Es gibt bei so schönem Wetter aber auch viele Sportunfälle, Stürze mit dem Fahrrad beispielsweise oder Schrammen im Schwimmbad."

Gar nicht zu Buche geschlagen hat das Wetter hingegen bei der Polizei. "Es gab zwar wieder eine Reihe von Unfällen, aber keine hitzebedingten Einsätze, etwa bei Bränden", bilanziert gestern Abend Polizeikommissar Christian Möllers.

Günter Neumann

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