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Workcamp 2016: Jugendliche engagieren sich im Altenburger Land

Gemeinschaftsschule Erich Mäder Workcamp 2016: Jugendliche engagieren sich im Altenburger Land

Es herrscht reger Betrieb in der Gemeinschaftsschule Erich Mäder – trotz Sommerferien. Im Treppenhaus ist der Boden mit Malervlies ausgelegt und die Wände stellenweise neu gestrichen. An manch anderer Ecke wird noch fleißig gearbeitet und der Pinsel geschwungen. 15 Jugendliche des Workcamp 2016 verbringen eine Woche in den Räumen der Schule.

Im wahrsten Sinne des Wortes eine bunte Truppe: Beim Workcamp in der Gemeinschaftsschule Erich Mäder arbeiten Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Nationen gemeinsam.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Es herrscht reger Betrieb in der Gemeinschaftsschule Erich Mäder – trotz Sommerferien. Im Treppenhaus ist der Boden mit Malervlies ausgelegt und die Wände stellenweise neu gestrichen. An manch anderer Ecke wird noch fleißig gearbeitet und der Pinsel geschwungen. 15 Jugendliche des Workcamp 2016 verbringen eine Woche in den Räumen der Schule.

Sie arbeiten aber nicht nur hier und helfen bei der Renovierung des Treppenhauses, sie schlafen auch in den Räumen der Schule. „So wächst die Gruppe noch besser zusammen“, erklärt Kerstin Daniel, Leiterin des Workcamps. Initiiert wurde das Projekt im vergangenen Jahr vom Förderverein Denkmalstiftung Altenburger Kulturlandschaft e. V. und findet zum zweiten Mal statt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind ein bunt gemischter Trupp aus den unterschiedlichsten Nationalitäten – so wie es die Idee des Workcamps ist – im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. „Wir haben Teilnehmer aus Deutschland, Estland, Italien, England, Malawi, Russland und einige Asylbewerber dabei“, so Daniel, die aus Münster stammt und extra für das Camp hier her gekommen ist.

Verständigt wird sich während der Arbeit mit Händen und Füßen oder einem wilden Mix aus Englisch und Deutsch. Berührungsängste haben die Teilnehmer keine. Bereits am dritten Tag des Camps ist die Gruppe zusammengewachsen. Während die Jungs das Treppenhaus mit einem neuen Anstrich verschönern, kümmern sich die Mädchen draußen um den Schulgarten und befreien die Beete von Unkraut.

Neben den Streicharbeiten im Treppenhaus wurde bereits ein Zimmer der Schule neu gemalert. Dort soll eine Bibliothek eingerichtet werden. Dagmar Schach, Lehrerin für Deutsch und Geschichte an der Erich Mäder Schule unterstützt die Arbeiten des Workcamps. „Ich finde die Idee ganz großartig“, sagt sie. „Die Jugendlichen lernen in diesem Umfeld Gleichaltrige aus anderen Nationen kennen und sehen: Die sind genau wie ich, die hängen auch mal am Handy oder vermissen den Freund in der Heimat.“ Sie ist sich sicher, dass das Zusammensein den Jugendlichen hilft, über den eignen Tellerrand zu gucken und andere Ansichten besser verstehen zu können.

Die ausländischen Teilnehmer haben sich über die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) beworben und arbeiten, genau wie die Einheimischen, freiwillig für drei Wochen im Altenburger Land. „Mir gefällt die internationale Atmosphäre und das man Leute aus anderen Ländern kennenlernt“, sagt Eleni. Sie kommt aus Griechenland und unterstützt Daniel als Koordinatorin. Sie ist, wie alle Jugendliche aus dem Ausland, zum ersten Mal in Altenburg. „Es ist wirklich eine schöne Stadt. Wir haben uns schon einige Highlights wie den Markt oder das Schloss angeguckt.“ Sie ist gespannt auf die nächsten Stationen.

Denn in der zweiten Woche geht es für die Workcamper weiter zum Quellenhof nach Garbisdorf und in der dritten Woche zum Fachwerkhaus an der Bockwindmühle in Lumpzig. „Was uns nächste Woche für Arbeiten erwarten, wissen wir noch gar nicht so genau“, sagt Daniel. „Wir lassen uns überraschen und gucken vor Ort, was nötig ist.“ Sie vermutet, dass es vor allem Tischler- und Schreinerarbeiten sein werden, um Möbel zu restaurieren. In Garbisdorf und Lumpzig schlafen die Jungen und Mädchen in Zelten. Es wird, wie bereits in der ersten Woche, gemeinsam gekocht und die Freizeit gestaltet. „Kochen, Aufräumen und Abwaschen, das organisieren die Teilnehmer untereinander. Sie helfen sich gegenseitig und die Stimmung in der Gruppe ist wirklich sehr gut“, weiß Daniel.

Von Tatjana Kulpa

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