Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg ZFC-Punktetraum platzt in letzter Sekunde
Region Altenburg ZFC-Punktetraum platzt in letzter Sekunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 19.08.2015
Bedient: ZFC-Offensivkünstler Manuel Starke verlässt das Spielfeld. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Meuselwitz

Die bislang ungeschlagenen Westsachsen gastierten bei den bisher punktlosen Zipsendorfern - und taten sich mehr als schwer.

Denn vor der guten Kulisse von 1750 Zuschauern hatte ZFC-Trainer Heiko Weber seine Jungs sehr gut eingestellt. Obwohl die Hausherren mit sieben neuen Akteuren aufliefen, war keinerlei Unterschied zu den von Torsten Ziegner trainierten Zwickauern zu erkennen. Am Ende aber gab es beim ZFC wieder hängende Köpfe.

Doch der Reihe nach: Die Truppe um Kapitän Frank Müller kam sehr gut in diese Partie. Aus einer sicheren Abwehr heraus organisierten sie immer wieder Vorstöße gen FSV-Kasten, den Marian Unger hütete. Da war ein wie aufgedreht aufspielender Jakub Vojta oder ein ebenso wieselflinker und entschlossener Dawid Krieger, die immer wieder vorne gesichtet und angespielt wurden. Der technisch bessere und kombinationssicherere FSV hingegen lieferte über weite Strecken nur Stückwerk ab. Die Vorstöße, vornehmlich über Aykut Öztürk oder Jonas Nietfeld vorgetragen, waren entweder zu ungenau oder wurden sichere Beute des gut aufgelegten ZFC-Keepers Norman Teichmann.

Man merkte den Zwickauern mit fortlaufender Spielzeit und dem noch immer stehenden 0:0 deutlich die wachsende Nervosität, ja Verzweiflung an, als sie sich am ZFC-Bollwerk ein ums andere Mal die Zähne ausbissen.

In der Kabine wird der FSV-Coach wohl eine klare Ansage an seine Mannen gerichtet haben. Zumindest kam die Truppe entschlossener in die zweite Halbzeit und erhöhte den Druck. Aber der ZFC hielt mutig dagegen und setzte vor allem bei Kontern ebenfalls Akzente. Und die Minuten rannen dahin. Die Gastgeber kamen einem wirklich verdienten Punktgewinn immer näher. Denn die Meuselwitzer hielten dem immer stärker werdenden Druck stand.

Als dann die Stadionuhr die letzte Minute fast vollendet hatte, machte sich aufgrund eines Pfiffs von Schiri Kluge und einer unmissverständlichen Geste auf den Meuselwitzer Elfmeterpunkt Entsetzen im Rund breit. Kluge hatte bei einem Auflauf im Strafraum einen Rempler mit dem Ellenbogen von Frank Müller gegen Toni Wachsmuth gesehen und gab Strafstoß, den der Gefoulte selbst sicher verwandelte. Zudem musste Müller mit Rot vom Platz. Dabei blieb es. Ganz bitter für die Meuselwitzer.

ZFC-Trainer Heiko Weber brauchte dann einige Zeit, um seine Emotionen in den Griff zu bekommen und ein sachliches Statement abzugeben. "Heute hat bei uns fast alles gestimmt, aber eben nicht ganz. Es ist schon ziemlich mutig, in dieser Spielphase einen Elfmeter und eine rote Karte zu geben", sagte er diplomatisch. Aber man werde den eingeschlagenen Weg weitergehen. "Man erkennt ja auch die Fortschritte, die wir beim Neuaufbau machen."

Torsten Ziegner befand: "Sicher gab es in dieser Schlussphase einige Emotionen, die aber wieder abgekühlt sind. Wir haben heute sicher sehr glücklich, aber hochverdient gewonnen und mir ist am Ende ziemlich egal, wann und wie die Tore für uns fallen."

ZFC: Teichmann, Schuhmann, Müller, Urban, le Beau, Sträßer, Kamm Al-Azzawe, Trübenbach (74. Albert), Starke (63. Boltze), Vojta (53. Lubsch), Krieger.

Jörg Wolf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn sogar die Band auf den Tischen hüpft, der Agnesgarten sich in eine große Tanzfläche verwandelt und eine glitzernd-leuchtende Zahnspange zum modischen Gesangsaccessoire wird, kann das nur eins heißen: Es ist wieder OVZ-Pressefest.

19.08.2015

Die Organisatoren der Westerntage in Haselbach wurden 2015 nicht enttäuscht. Mit über 4000 Besuchern rechnet der Kohlebahnverein in jedem Jahr. Nicht zuletzt weil das Wetter - zumindest bis auf gestern Nachmittag - stimmte, strömten auch diesmal von Freitag bis Sonntag die Besucher zuhauf in die Kulissen der Westernstadt an den Gleisen der Kohlebahn an der sächsisch-thüringischen Grenze.

19.08.2015

"Vieles haben wir in Eigeninitiative realisiert. Beispielsweise Eltern haben mitgeholfen, um Klassenräume oder Flure zu malern", berichtet die stellvertretende Schulleiterin.

17.08.2015
Anzeige