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ZFC-Teams zeigen Ladehemmungen in letzten Tests

ZFC-Teams zeigen Ladehemmungen in letzten Tests

Die Fußballer des ZFC Meuselwitz haben das letzte Wochenende vor dem Saisonstart für weitere Testspiele genutzt. Während die erste Mannschaft beim VfL Halle in förmlich letzter Sekunde einen 2:0-Sieg herausschoss, unterlag die Reserve mit 2:3 gegen den VfB Imo Merseburg.

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Nachdem sich Nejervan Solivani (r.) gegen den Merseburger Martin Kubisch durchgesetzt hat, stoppt dieser den ZFC-Stürmer durch ein Foul. Trotz des anschließend von Mirko Graf verwandelten Elfmeters verliert die Meuselwitzer Reserve am Ende unglücklich.

Quelle: Mario Jahn

Halle/Meuselwitz. Von Jörg Wolf

Baustellen gibt es sowohl beim Regionalligisten als auch beim Thüringenligisten des ZFC Meuselwitz noch einige. Das zeigten die beiden Tests der ersten Mannschaft gegen Oberligist Halle sowie der zweiten gegen den anhaltischen Verbandsligisten Merseburg am Sonnabend. Ein generelles Problem scheinen beide Teams gleichermaßen zu haben: Sie treffen einfach das Tor nicht. "Ein leider typisches ZFC-Problem", konstatierte der Co-Trainer der zweiten Mannschaft, Enrico Scheil. "Wir betreiben einen Riesenaufwand auf dem Feld und versäumen es einfach, aus klaren Chancen etwas Zählbares zu machen. Und so etwas rächt sich dann oft", fügte er nach der Partie seiner Mannschaft ein wenig enttäuscht hinzu.

Die Reserve traf im eigenen Stadion auf Landesligist Merseburg (entspricht Landesklasse). Und das junge Team mit einem Durchschnittsalter von gerade 23,5 Jahren kam sehr gut in die Partie. Der Neuzugang von Motor Altenburg, Patrick Daniel, machte erneut sein Tor und erzielte bereits in der 20. Minute das 1:0. Übrigens: Sowohl Daniel als auch Kay Müller und Maik Wegner, vom Lokalrivalen Altenburg an die Schnauder gewechselt, haben sich sehr gut ins Team eingefügt und sind echte Verstärkungen.

Allerdings fiel dann der Ausgleich recht schnell. Auch die erneute ZFC-Führung, ein verwandelter Elfmeter von Kapitän Mirko Graf, nachdem Nejervan Solivani rüde gefoult wurde, hatte nicht lange Bestand. Vielmehr nutzten die Merseburger sich einschleichende Ungenauigkeiten, um das Resultat zum 2:3-Endstand gegen die Meuselwitzer umzudrehen. "Gerade das 2:3 war völlig überflüssig und ein Sonntagsschuss", ärgerte sich Scheil. Ansonsten aber war er mit der gezeigten spielerischen und kämpferischen Leistung seines Teams zufrieden. "Das hat über weite Strecken schon sehr gut ausgesehen. Ehe es am Wochenende bei Aufsteiger Sonneberg losgeht, werden wir noch an Technik und Taktik arbeiten."

Das gilt auch für die erste Mannschaft, die an die Saale nach Halle reiste, um dort mit Oberligist VfL die Klingen zu kreuzen. Dabei lieferte das Team von Trainer Holm Pinder keine schlechte Partie ab. Vor allem die beiden ersten Viertelstunden der jeweiligen Halbzeiten waren sehenswert, brachten aber nichts Zählbares. Es fehlte eben ein wenig die Durchschlagskraft. Chancen von Sebastian Gasch und Manuel Starke liefen im ersten Durchgang ins Leere.

Auf der anderen Seite brannte es einige Male ebenfalls im ZFC-Strafraum. Aber effizienter arbeitete der Oberligist auch nicht. Wenngleich Halle in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel gegen einen durch Wechsel zusammengewürfelten ZFC hatte. Die 2:0-Entscheidung fiel dann kurz vor Schluss: In der 83. Minute konnte Starke einen Freistoß von Robert Böhme zur Führung verwerten. Nur vier Minuten später war es Gasch, der per Kopf nach Starke-Freistoß zum 2:0 vollendete.

"Da war schon ein leichter Anstieg erkennbar", sagte Trainer Holm Pinder. "Wir haben sehr gut angefangen, waren präsent. Aber wir haben das Tor nicht getroffen, weil wir einfach nicht die richtigen Mittel gefunden haben." In dieser Woche werde man alles tun, um die Mannschaft spritziger zu machen und dieses Manko abzustellen. "Wie alle anderen Mannschaften in der neuen Regionalliga wissen wir noch nicht genau, wo wir stehen. Aber spätestens jetzt hat bei uns der Letzte kapiert, worum es ab kommenden Sonntag geht. Da habe ich Vertrauen in die Truppe."

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