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Altenburg ZFC freut sich auf siebente Saison
Region Altenburg ZFC freut sich auf siebente Saison
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00:37 27.07.2015
Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

"Aber jetzt freuen sich alle Spieler auch darauf, dass es wieder um Punkte geht." In der Bluechip-Arena wird Weber morgen auf keinen Unbekannten treffen. Denn der 50-Jährige kreuzte in der Vorsaison in der Oberliga als Coach des SSV Markranstädt zweimal die Klingen mit Aufsteiger FC Oberlausitz Neugersdorf (Anpfiff Sonntag 13.30 Uhr).

"Das ist beileibe kein normaler Aufsteiger, sondern eine sehr erfahrene Mannschaft gespickt mit tschechischen Profis", warnt Weber. "Und die spielen einen sehr unaufgeregten Fußball." Zudem haben die Neugersdorfer als Vizemeister der Oberliga-Süd einen Topstürmer in ihren Reihen, der allein 35 Kisten machte. "Da weiß man um die Qualitäten."

Und einen weiteren alten Bekannten wird der 50-Jährige morgen wiedertreffen: Vragel da Silva. Der einstige Cottbusser wechselte nach der letzten Saison als Trainer nach Neugersdorf. Weber war sozusagen schon mal der Boss von da Silva: Im September 2007, als er für einen Spieltag beim damaligen Bundesligisten Energie Cottbus als Interimstrainer in der Partie bei Bayern München fungierte, stand Vragel da Silva als Innenverteidiger für die Cottbusser auf dem Rasen der Allianz-Arena. Vor 94 Monaten gewannen die Bayern glatt mit 5:0.

Morgen will Weber trotz aller Stärken der Oberlausitzer einen erfolgreicheren Einstand als ZFC-Trainer feiern. "Klar wäre ein Dreier das Idealste", sagt er. Auf jeden Fall verspürt er schon die große Vorfreude, die das Team erfasst hat. "Es macht einfach großen Spaß, mit dieser Truppe zu arbeiten. Schön ist auch der respektvolle Umgang, der zwischen allen trotz so mancher Konkurrenzsituation herrscht." Und fit sind fast alle. Mit Ausnahme der angeschlagenen Andreas Luck sowie Carsten Sträßer. "Aber auch die sind immer ganz dicht bei der Mannschaft dabei."

Die letzten Trainingseinheiten vor dem scharfen Saisonstart hat Weber auf jeden Fall seine Truppe nochmals die entscheidenden Grundtugenden proben lassen: "Taktik und Spritzigkeit waren Schwerpunkte. Auf jeden Fall denke ich, dass wir fit sind."

Allerdings tritt Weber auf die Euphoriebremse und erdet alle, die angesichts einer Vorbereitungsserie ohne Niederlage schon wieder von großen ZFC-Heldentaten träumen. "Ja, wir haben die Mannschaft umgebaut und radikal verjüngt. Aber ich bin erst seit einem Monat hier Trainer und habe einen Prozess angeschoben, der nicht von heute auf morgen Ergebnisse zeigt. Es wird etwas dauern, bis der ZFC wieder das ist, für was er einst so gefürchtet war: Ein unbequemer Gegner, der seine Kontrahenten in einem gallischen Dorf empfängt."

Und wer sind die Favoriten der kommenden Saison? Da muss Heiko Weber nicht lange nachdenken: "Wenn ich sehe, wie manche andere Vereine aufgerüstet haben, sehe ich da Zwickau, Nordhausen und den BFC. Und natürlich auch Jena." Ziel für den ZFC ist auf jeden Fall ein gesicherter Mittelfeldplatz. Es mache ja auf die Dauer auch keinen Spaß, permanent im Abstiegskampf zu stecken.

© Kommentar Seite 13

Jörg Wolf

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